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Hat sich Gladbach tiefer in die Krise gespart?

Im Transfer-Sommer konnte die Borussia ein gutes Plus erwirtschaften – auf Kosten der Team-Qualität?
VonYannik Möller
Hat Rouven Schröder im Sommer zu viel gespart?
Hat Rouven Schröder im Sommer zu viel gespart? | Jürgen Fromme - firo sportphoto/GettyImages

Auch nach dem sechsten Spieltag muss bei Borussia Mönchengladbach noch immer von der schlechtmöglichsten Ausgangslage gesprochen werden. Da auch gegen die bis dahin strauchelnde TSG Hoffenheim verloren wurde, steht die Fohlenelf weiterhin mit null Punkten auf dem letzten Tabellenplatz.

Klar ist soweit: Die Borussia hat diesen Fehlstart nicht bloß aufgrund von Pech und externen Faktoren. Die Leistungen der Mannschaft sind schlichtweg schlecht, die Qualität der Spieler erscheint – insbesondere im Rahmen eines Teams, das nach Form sucht – einfach nicht ausreichend zu sein.

Großes Finanzplus im Sommer – auf Kosten der Qualität des Teams?

Die Bild verweist nun auf verschiedene Finanzzahlen aus dem vergangenen Sommer und wirft zugleich die Frage auf, ob sich die Borussia nicht auch durch die eigene Entscheidung, den strikten Sparkurs fortzusetzen, selbst in diese Lage gebracht hat.

Dabei wird auf die etwa 32 Millionen Euro verwiesen, die Rouven Schröder durch Spielerverkäufe einnehmen konnte. Dazu wurden rund zehn Millionen Euro an Gehalt eingespart. Bei zugleich 16 Millionen Euro an Ausgaben, konnte so ein Überschuss von ca. 26 Millionen Euro erreicht werden.

Ein in rein finanzieller Hinsicht guter Transfer-Sommer, der die Ausgangslage verbessern konnte. Immerhin wurden im Sommer zuvor nur acht Millionen Euro an Überschuss erzielt. Gleichzeitig stellt sich jedoch die Frage, ob Gladbach die qualitativ schmerzhaften Abgänge von Nico Elvedi, Rocco Reitz sowie die Leih-Abgänge um Haris Tabakovic und Yannik Engelhardt auf diese Art und Weise auffangen konnte. Und selbst mit diesen Spielern musste der Klub vom Niederrhein in der letzten Saison lange um den Klassenerhalt bangen.

Nico Elvedi
Der Abgang von Nico Elvedi wurde womöglich qualitativ nicht aufgefangen | Alex Pantling/GettyImages

Vertrauen in den Kader besteht weiterhin – Januar-Korrekturen könnten zu spät kommen

Laut der Bild ist das Vertrauen in den Kader und die Überzeugung, dass dieser auch gut genug ist, um in der Bundesliga zu bleiben, intern noch immer vorhanden. Das gilt zumindest für den Fall, wenn wichtige Spieler aus ihrer Verletzungspause zurückkehren. Dabei geht es etwa um Jens Castrop, Franck Honorat und Nicolas Kühn.

Bislang jedoch scheint die Mannschaft auch in qualitativer Hinsicht nicht gut genug aufgestellt zu sein, um die Ausfälle ohne einen deutlichen Leistungseinbruch auffangen zu können. Die Bild mutmaßt deshalb, dass im Transfer-Winter noch nachgelegt werden dürfte – und aufgrund der Ersparnisse aus dem Sommer auch nachgelegt werden könnte. In der Hoffnung, dass eine potenzielle Korrektur dann nicht schon zu spät kommt.


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