Es war einer der aufsehenerregendsten und überraschendsten Wechsel des Sommers: Ludovit Reis wechselt von Club Brügge zu Werder Bremen – und damit ausgerechnet zum größten Rivalen des Hamburger SV, den er 2024/25 noch zum Aufstieg geführt hatte.
In Bremen sammelte Reis im Pokal und zuletzt beim überraschenden 3:1-Sieg gegen RB Leipzig weitere Pluspunkte und zeigte, was er den Grün-Weißen geben kann. Gerade nach der schweren Verletzung von Jens Stage könnte seine Rolle schnell größer werden.
Reis bleibt gelassen – und freut sich aufs Derby
Dass ihm seit dem Wechsel an die Weser der Hass vieler HSV-Fans verfolgt, nimmt Reis dabei gelassen hin – und verodernete sich selbst eine Pause von Social Media. "Ich kann die HSV‑Fans und ihre Reaktionen und Emotionen verstehen. Aber es gibt eine Grenze. Ich habe die Kommentare mitbekommen. Es ist wichtig, dass du dein Handy nicht immer anlässt", erklärt der 26-Jährige.
Generell sagt Reis über seine Dreiecksbeziehung mit Werder und dem HSV: "Ich hatte beim HSV schöne Jahre und jeder weiß, wie ich den HSV liebe. Aber jetzt bin ich Spieler von Bremen. Und ich liebe es auch, hier zu sein. Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich den HSV nicht liebe. Aber die Liebe für Werder ist auch da."
Pfiffe beim Nordderby wird es allerdings trotzdem geben. Die Stimmung im Weserstadion wird aufgeheizt sein, den Niederländer wird trotz des Heimspiels ein gellendes Pfeifkonzert erwarten – auf die Partie freut er sich dennoch. "Das wird ein schönes Spiel. Es wird Pfiffe geben und alles, was dazugehört. Aber damit kann ich leben."
Endlich verletzungsfrei?
Dass er in diesem Spiel spielen wird, steht für Reis außer Frage, einziges Problem bleibt die Schulter, an der er schon zweimal operiert werden musste und die ihm vor allem in der letzten Saison einige Einsätze kostete.
Doch der Niederländer gibt diesbezüglich Entwarnung: "Ich habe jetzt zwei Schrauben drin und die Gefahr liegt bei 0,03 Prozent, dass es wieder passiert. Ich bin jeden Tag im Gym, um meine Schulter zu trainieren." Dann steht einer guten Saison für Grün-Weiß ja nichts mehr im Wege.
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