Harsche Kritik nach Remis in Fürth: Das brachte S04-Coach Muslic so auf die Palme
Von Yannik Möller

Durch das 1:1-Unentschieden und den damit einhergehenden Punktgewinnen hat der FC Schalke zwar die Tabellenführung erneut verteidigen können. Zugleich verpassten die Gelsenkirchener jedoch die Gelegenheit, die Patzer von Darmstadt und Elversberg mit einem Auswärtssieg bei Greuther Fürth und damit beim Tabellenletzten auszunutzen.
Schlussendlich fiel das Remis jedoch leistungsgerecht aus, was die Schalker nicht zufriedenstellen kann. Miron Muslic ärgerte sich besonders über den Gegentreffer und die Entstehung, die offenbar gegen wichtige Prinzipien des von ihm vorgegebenen S04-Spiels verstoßen hatte.
Großer Muslic-Frust: Karius-Ersatz Müller gesteht Fehler ein
"Wir bekommen das 0:1 nach einem Abstoß von uns, wo wir uns nicht an den Plan halten", erklärte der Cheftrainer nach dem Abpfiff (via WAZ). Bereits unmittelbar nach dem Treffer war zu sehen, wie sehr sich Muslic an der Seitenlinie über den Gegentreffer aufregte. Selbst wenige Minuten später hatte er sich noch immer nicht vollständig beruhigt.
Der Hintergrund: "Wir haben eine klare Abstoßvariante - und die verlange ich. Die ist anders als das, was wir bei dem Tor gemacht haben. Da verlange ich, dass wir uns strikt an unsere Strukturen und Prinzipien halten." Nach einem kurzen Abstoß von Kevin Müller, der erneut Loris Karius ersetzen musste, bekam er den Ball von Hasan Kurucay zurück. Dann wäre es wohl seine Aufgabe gewesen, mit einem langen Ball einen Zielspieler wie Edin Dzeko zu finden. Stattdessen spielte er jedoch weiter auf Nikola Katic, sogar halbwegs in seinen Rücken. Aus seinem langen Ball wiederum gelang Fürth die Balleroberung, die kurz später im Gegentreffer aus der Sicht des S04 endete.
"Schalke ist immer super stark, wenn wir in der Struktur bleiben und uns an den Plan halten", führte Muslic weiter aus. "Sobald wir unsere Struktur und diesen Plan verlieren, sind wir nicht mehr so stark. Das hat mich sehr, sehr geärgert." Insbesondere von den "routinierten Spielern" erwarte er, "dass sie sich an den Plan halten". Allerdings sei Müller nun auch "erst das zweite Spiel dabei" und dass er die Abläufe vielleicht noch nicht ganz so genau drin habe, sei "doch klar", wollte Muslic aber auch nicht zu hart auf den Ersatztorwart gehen.
Verständnis schien Müller jedoch zu zeigen, immerhin räumte er selbst seinen Fehler auch ein: "Es fängt bei mir schon an. Ich spiele Niko den Ball in den Rücken und dann kommt die Situation so ein bisschen, wie sie dann auch kommt. Es ärgert mich, weil ich in erster Linie dafür verantwortlich bin."
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