Der Saisonstart von Hannover 96 verlief extrem holprig. Nach zwei Niederlagen in der 2. Bundesliga gegen Energie Cottbus (1:3) und den VfL Wolfsburg (0:1) offenbarte die Mannschaft von Trainer Christian Titz alte Schwächen: eine desolate Chancenverwertung und fehlende Durchschlagskraft im gegnerischen Strafraum.
Sogar beim 9:1-Kantersieg im DFB-Pokal gegen den Fünftligisten Hemelingen sah Hannovers Geschäftsführer Jonas Boldt deutlichen Verbesserungsbedarf. Er kritisierte die fehlende Seriosität vor dem Tor, die schlechte Boxbesetzung und das inkonsequente Zweikampfverhalten. Ein treffsicherer Mittelstürmer soll dieses Problem im Transferendspurt nun eigentlich dringend beheben.
Boldt sucht einen Strafraumstürmer
Die Bild-Zeitung enthüllte kürzlich, dass Davie Selke der absolute Wunschkandidat der Niedersachsen für diese Planstelle sei. Der 31-jährige Routinier schoss den Hamburger SV in der Saison 2024/25 mit 22 Treffern fulminant in die Bundesliga, verließ den Klub aber anschließend ablösefrei in Richtung Basaksehir Istanbul.
Dort besitzt der Angreifer noch einen Vertrag bis 2027. Doch sportlich hat sich seine Situation unter Trainer Nuri Sahin zuletzt verschlechtert. Nach zehn Toren in seiner ersten Saison ist er in der laufenden Spielzeit nur noch Stürmer Nummer drei und kam lediglich zu zwei kurzen Jokereinsätzen.
Es folgt der Euphorie-Dämpfer

Aus sportlicher und privater Sicht – Selke wurde kürzlich zum zweiten Mal Vater – schien eine Rückkehr nach Deutschland daher absolut reizvoll. Boldt hatte zudem mit dem Transfer von Marcel Hartel bereits bewiesen, dass er prominente Spieler nach Hannover locken kann.
Dennoch scheint der Transfer von Selke nun doch nicht zustande zu kommen. Nach Informationen der Hamburger Morgenpost gab es zwar intensive Gespräche zwischen beiden Parteien, der Stürmer ist für die Niedersachsen aber schlichtweg zu teuer.
Laut Medienberichten verdient der 1,95 Meter große Angreifer in der Türkei rund zwei Millionen Euro pro Jahr. Für Hannover 96 ist dieses finanzielle Gesamtpaket dem Vernehmen nach absolut nicht darstellbar. Ohne massive Gehaltseinbußen von Selke wird der Königstransfer, der die Offensivprobleme der Niedersachsen beheben sollte, wohl platzen.
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