Ausgerechnet beim Heimspiel gegen den FC Arsenal am Mittwochabend wird der FC Bayern nicht auf Michael Olise setzen können. Nach seiner Gelb-Roten Karte beim 3:3-Remis beim Viking FK muss der Flügelspieler gesperrt aussetzen. Für die Münchener ist das selbstverständlich eine spürbare Schwächung.
Als weitaus mehr sieht Didi Hamann das Fehlen von Olise. Der Sky-Experte betonte gegenüber der Bild: "Kein Olise, keine Party! Mir wird die Abhängigkeit von Olise zu groß bei den Bayern. Wenn er nichts macht, macht es kein anderer!"
Hamann ist sich entsprechend sicher: Der deutsche Rekordmeister wird gegen die Gunners längst nicht so gut aufspielen können, wie es mit Olise der Fall gewesen wäre. Und das wiederum ist nicht nur ärgerlich im Hinblick auf dieses einzelne Spiel, sondern seiner Ansicht nach sogar eine gefährliche Entwicklung. Spieler wie Serge Gnabry oder Lennart Karl, die den Franzosen ersetzen könnten, kommen nicht an sein Niveau heran.
Hamann-Kritik ist dem FCB "relativ egal" – Gnabry sieht "unfassbare Qualität"
Auf die Aussagen von Hamann wurde auch Gnabry vor dem Kracherduell seitens der Bild angesprochen. Ein größeres Problem sieht er dabei jedoch nicht, weder in einer vermeintlichen Abhängigkeit von Olise, noch in der deutlichen Kritik im Vorlauf zum Spiel.
"Ich glaube nicht, dass ein Statement uns da aus der Ruhe bringt oder uns extra motiviert. Wenn da was in der Zeitung steht, das ist uns eigentlich relativ egal. Wir versuchen, Spiele zu gewinnen", gab sich der 31-Jährige entspannt.
Ein Lob für seinen Teamkollegen hatte Gnabry trotzdem übrig. "Michael ist einer der herausragenden Spieler bei uns im Team, der unfassbar abliefert. Es ist ja nicht wegzureden, wenn er nicht spielt, dass da seine Komponente fehlt", betonte er. Zugleich merkte er aber auch an, dass die Mannschaft stets auf derartige Ausfälle vorbereitet sein muss. Zudem gebe es eine "unfassbare Qualität" in der Offensive, unabhängig vom aufgestellten Personal. "Deswegen müssen wir morgen einfach Gas geben", gab der Routinier die Marschroute vor.
