Guardiola-Musterschüler ablösefrei zum FC Bayern?

Die Ära von John Stones bei Man City neigt sich dem Ende zu. Der FC Bayern soll zu den Interessenten am 31-jährigen Verteidiger gehören – und hätte im Werben einen besonderen Trumpf.
John Stones (l.) ist seit 2016 gemeinsam mit Pep Guardiola bei Man City
John Stones (l.) ist seit 2016 gemeinsam mit Pep Guardiola bei Man City / John Walton - PA Images/GettyImages
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Als Pep Guardiola im Sommer 2016 Trainer von Manchester City wurde, war John Stones einer der ersten Transfers unter dem Star-Coach. Über 55 Millionen Euro Ablöse zahlten die Skyblues damals für das Abwehr-Juwel an den FC Everton.

Seither hat Stones 290 Pflichtspiele für ManCity absolviert. Der 87-fache englische Nationalspieler feierte mit den Cityzens unter anderem sechs Premier-League-Titel und krönte sich 2023 zum Champions-League-Sieger.

Stones war im System von Pep Guardiola meist gesetzt – wenn er fit war. Der Verteidiger entwickelte sich unter dem Spanier zu einer Art "Schweizer Taschenmesser" in der Defensive. Mal durfte Stones auf seiner Paradeposition im Abwehrzentrum ran. Mal rückte er nach rechts oder schob ins defensive Mittelfeld vor.

Nach 10 Jahren: Stones vor ablösefreien City-Abschied

In der laufenden Saison spielt der mittlerweile 31-Jährige bei Man City nicht mehr ganz die prägende Rolle vergangener Tage. Das liegt auch an hartnäckigen Oberschenkelproblemen, weshalb Stones bereits 20 Pflichtspiele verpasste. Zuletzt gab er beim 3:0-Sieg über Fulham am Mittwochabend zumindest sein Kader-Comeback, kam aber nicht zum Einsatz.

Dass noch viele Spiele bei ManCity hinzu kommen, ist äußerst fraglich. Stones' Vertrag läuft im Sommer aus. Gerüchte über einen ablösefreien Wechsel nach einer Dekade im Skyblues-Trikot halten sich schon länger. Laut Mark Brus vom britischen Portal CaughtOffside wird Stones keinen neuen Vertrag in Manchester unterschreiben.

Für beide Seiten werde immer deutlicher, dass die gemeinsame Ära im Sommer enden sollte. Während Man City mit Marc Guehi im Winter einen weiteren Konkurrenten verpflichtete, dürfte Stones kaum Probleme haben, einen neuen Klub zu finden.

Trio um FC Bayern zeigt Stones-Interesse

Mehrere Quellen sollen Brus darüber informiert haben, dass Stones bei einigen Topklubs in Europa auf dem Zettel steht. Eine Rückkehr zum FC Everton soll indes keine ernsthafte Option sein. Die Gehaltsforderungen des Routiniers sind für den Klub aus Liverpool schlicht zu hoch.

Weniger Probleme damit hätten wohl Atletico Madrid, die AC Mailand - und auch der FC Bayern. Dieses Trio nennt Brus als mögliche Stones-Abnehmer. "Der FC Bayern hat hinter den Kulissen bereits erste Schritte eingeleitet, um Stones zu verpflichten", wird eine Quelle zitiert.

Die Münchner haben es zwar geschafft, mit Dayot Upamecano zu verlängern. Eine Planstelle in der Abwehr könnte im Sommer dennoch frei werden, sollte man einen Abnehmer für Min-jae Kim finden, der eine lukrative Ablöse bietet. In Stones hätte man einen erfahrenen Nachfolger, der ablösefrei ist. Entsprechend winkt ein Transfer-Plus ohne nennenswerten Qualitätsverlust.

FC Bayern hat einen großen Trumpf im Stones-Werben

Einen großen Trumpf hat der deutsche Rekordmeister dabei in der Hand: Vincent Kompany. Der Bayern-Coach spielte bis 2019 für Man City – und damit drei Jahre zusammen mit Stones. Mit Harry Kane hätte Stones zudem ein weiteres bekanntes Gesicht aus der Nationalmannschaft in München. "Sie könnten der Schlüssel sein", mutmaßt die von Brus zitierte Quelle.

Ob die Bayern bei Stones aber tatsächlich Ernst machen, bleibt noch abzuwarten. Zum einen, wegen der unklaren Zukunft bei Kim. Zum anderen, weil der 31-Jährige sicher nicht günstig wäre. Es wäre zwar keine Ablöse fällig, die Gehaltsforderungen aber sicher hoch. Womöglich pocht Stones auch auf einen Unterschriftsbonus.

Gesagt sei auch, dass CaughtOffside nicht zu den Top-Quellen bei Transfers gehört. Allerdings mehrten sich in den vergangenen Wochen bereits Berichte über das Bayern-Interesse an Stones. Den Namen dürfte FCB-Sportchef Max Eberl also mit Sicherheit recht weit oben auf der Liste haben.


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