Großes Vertrauen: Wegen ihm kann Bayern einen Star-Ausfall verkraften
Von Leonard Schmidt

Mit 22 Jahren steht Jonas Urbig beim FC Bayern München vermutlich vor einer der schwersten Aufgaben im Kader. Er gilt aktuell klar als Ersatz für Manuel Neuer, dem wohl besten Torhüter, den der Sport je gesehen hat.
Nach seinem Wechsel aus Köln zum Rekordmeister Ende Januar 2025 bekam das Talent kaum Zeit, in den Kader und in seine Rolle hinter Neuer hineinzuwachsen. Im wichtigen Champions-League-Spiel gegen Bayer Leverkusen musste Bayerns Nummer zwei in der 58. Minute für den Stammkeeper einspringen.
Seitdem hütete Urbig bereits in 20 Partien für den Rekordmeister das Tor. Nur 22 Mal musste er dabei bislang hinter sich greifen, acht Mal blieb er sogar ohne Gegentreffer. Auch im wichtigen Spiel gegen Eintracht Frankfurt am Samstag wird der junge Keeper erneut Bayerns Nummer eins vertreten.
Neuer fällt aufgrund eines Muskelfaserrisses erneut aus, es ist nicht die erste Verletzung für den 39-Jährigen. Daher ist auch immer noch unklar, ob Neuer im Sommer wirklich weitermacht.
Wann macht Bayern den vollständigen Wechsel?
Aktuell scheint man bei den Münchenern in der Torplanung diesbezüglich abwarten zu müssen. Neuer hat noch bis zum 30. Juni einen Vertrag. Entscheidend wird sein, ob er selbst noch ein weiteres Jahr als Option sieht. Laut Sky-Informationen denken die Verantwortlichen aktuell auch nicht darüber nach, im Sommer einen neuen Torhüter zu holen – ein kleiner Ritterschlag für Urbig.
Sollte Neuer für die kommende Saison unterschreiben, wäre das durchaus als Win-Win zu werten. Urbig könnte mehr und mehr Spielzeit sammeln, würde aber weiter von einem mehrfachen Welttorhüter lernen. Schon jetzt überzeugte er immer wieder mit Neuer-ähnlichen Aktionen innerhalb und außerhalb des Strafraums.
Lob von allen Seiten
Zuletzt erklärte auch Trainer Vincent Kompany: "Wir müssen das ausstrahlen, dass wir ihm 100-prozentig vertrauen. Jonas Urbig hat gezeigt, was er kann. Aber auch letztes Jahr stand er im Champions League-Achtelfinale in Leverkusen im Tor, obwohl er vorher noch nicht viele Einsätze hatte. Wir hatten damals schon Vertrauen, haben es von Anfang an gezeigt. Das ist wichtig bei jungen Spielern, das haben wir auch bei Lennart Karl gezeigt."
Auch Fußball Experte Lothar Matthäus sieht das Vertrauen in Urbig als richtig: "Urbig hat seine Sache sehr gut gemacht, vor allem in der Champions League. In der Bundesliga hat er, abgesehen von ein, zwei Toren, bei denen er mit in der Verlosung war, seine Sache auch gut gemacht."
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