Großer Vergleich: FC Bayern schwärmt von neuer Flügelzange

Michael Olise und Luis Díaz überzeugten beim FC Bayern erneut als Flügel-Duo. Schon jetzt wird in München von einer womöglich neuen 'Robbery'-Partnerschaft gesprochen.
Michael Olise und Luis Díaz sorgen beim FCB für Robbery-Vibes
Michael Olise und Luis Díaz sorgen beim FCB für Robbery-Vibes / Stefan Matzke - sampics/GettyImages
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Mit einem 8:1-Kantersieg gegen den VfL Wolfsburg hat der FC Bayern am Sonntagabend den 16. Spieltag abgeschlossen. In der Allianz Arena wurden die Gäste aus Niedersachsen regelrecht vorgeführt. Insbesondere Kamil Grabara, der Schlussmann des VfL, konnte einem dabei schon leid tun.

Neues Robbery-Duo? Kompany und Eberl mit unterschiedlichen Reaktionen

Die Münchener hingegen feierten dieses Torspektakel natürlich. Dabei standen Michael Olise und Luis Díaz im Fokus: Während der Franzose zwei Tore erzielte, eines direkt vorbereitet und nebenbei noch der zweifelsfrei beste Spieler auf dem Platz war, traf auch der Kolumbianer selbst und legte zwei weitere Treffer auf. Einmal mehr wehte ein Hauch von 'Robbery' durch das Stadion, der damaligen Kombination aus Arjen Robben und Franck Ribéry.

Auch Vincent Kompany wurde anschließend auf diesen Vergleich angesprochen. Der Cheftrainer des FCB hielt sich dabei aber zurück (via Sky): "Ich würde es noch nicht vergleichen mit Robben und Ribery. Dafür habe ich zu viel Respekt vor diesen beiden Flügelstürmern, gegen die ich gespielt habe."

"Ich glaube, sie müssen ihren eigenen Weg gehen und so weitermachen. Wenn irgendwann am Ende die großen Titel nochmal da sind, dann können wir vielleicht irgendwann über dieses Thema sprechen. Aber jetzt in dem Moment überhaupt nicht", so Kompany weiter. Die großen Titel, die er damit angesprochen hat, werden definitiv das gemeinsame Ziel sein.

FC Bayern München v VfL Wolfsburg - Bundesliga
Vincent Kompany zeigte sich sehr zufrieden mit seiner Mannschaft / M. Donato/GettyImages

Max Eberl hingegen ließ sich auf den 'Robbery'-Vergleich schon eher ein, sprach von einer "außergewöhnlichen Flügelzange". Der Sportvorstand erklärte: "Wenn ich Michaels Position und Moves sehe, ähnelt er Arjen Robben." Darüber sei nach dem Spiel sogar schon in der Kabine gesprochen worden, verriet Eberl. Olise spiele "filigran, elegant und kreativ" auf. Und weiter: "Und mit Lucho [Díaz] auf der anderen Seite haben wir den Typen Franck Ribery, den kreativen Chaosmaker."

Über Olise schwärmten derweil nicht nur Coach und Manager, sondern mit Manuel Neuer auch der Mannschaftskapitän. Für die Leistungen des Offensivspielers sei es einfach wichtig, dass er mit und im Team auch Spaß habe. "Das versuchen wir als Mannschaft ihm zu geben und er ist selbst sehr kreativ, kann Situationen kreieren. Er hat mit unserer Truppe sehr viel Spaß, gerade wenn Jamal zurückkommt", so der Torwart. Musiala sei jemand, "mit dem er sich sehr gut versteht". Deshalb geht Neuer davon aus, dass Olise mit ihm sogar noch weiter an seiner Formkurve schrauben könnte.

Kane stellt alten Tor-Rekord ein - und könnte ihn brechen

Neben Olise und Díaz stand auch Harry Kane im Fokus, obwohl er im Vergleich mit dem Flügel-Duo mit lediglich einem Treffer fast schon eine Nebenrolle spielte. Doch mit diesem einen Tor stellte er am Sonntagabend einen sehr alten Rekord ein.

Kane hat in seinen ersten drei Bundesliga-Saison nun jeweils mindestens 20 Tore erzielt. Mit diesem Wert zog er mit Timo Konietzka gleich, der das vor satten 60 Jahren zuletzt geschafft hatte. Einen solch beständigen Lauf konnte in der Zwischenzeit kein anderer Stürmer in der Liga aufstellen. Entweder sie schafften zwischenzeitlich die Marke von 20 Toren nicht, oder sie wechselten bereits vorzeitig wieder.

Bayern Munich - VfL Wolfsburg
Auch Kane durfte beim Kantersieg einen Treffer bejubeln / picture alliance/GettyImages

Erling Haaland war einer derjenigen, die kurz davor waren, diesen Rekord vorzeitig einzustellen. In seinen ersten zwei (vollständigen) Saisons erzielte er jeweils 27 und 22 Tore - ehe er zu Manchester City wechselte. Kane hingegen hat in seiner nun dritten Spielzeit mit dem FCB mit Konietzka gleichgezogen. Sollte er auch die nächste Saison beim deutschen Rekordmeister verbringen, was wohl das gemeinsame Ziel von Spieler und Klub ist, könnte er diesen Rekord dann gänzlich für sich beanspruchen.

Dass Kane gegen Wolfsburg überhaupt noch traf, da er erst das zwischenzeitliche 6:1 erzielte, war daher auch der Tor-Gier der ganzen Mannschaft anzurechnen. Immerhin hätte das Ergebnis auch ein, zwei Tore zuvor einfach nur noch verwaltet werden können. "Es sind diese Momente, wo es 5:1, 6:1, 7:1 steht und trotzdem laufen die weiter und versuchen, weiter Tore zu schießen", gab es deshalb auch ein Sonderlob von Kompany.


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