Große Überraschung: Wird dieser Gladbach-Star zum X-Faktor?
Von Fabian Küpper

Es waren keine einfachen Monate, die Kevin Stöger zuletzt bei Borussia Mönchengladbach erlebte. Am achten Spieltag stand er zuletzt in der Startelf, danach wurde seine Rolle immer kleiner. Viele Fans und Experten erwarteten, dass der Österreicher Rouven Schröders Aufräumaktion im Januar zum Opfer fallen würde.
Doch gegen Bayer Leverkusen stand der 32-Jährige plötzlich wieder in der Startelf. Eine völlig überraschende Maßnahme von Trainer Eugen Polanski, die sich jedoch auszahlte. Stöger spielte gut und hatte einen großen Anteil am Punktgewinn der Fohlen.
Polanski gerät ins Schwärmen
"Ich wusste immer, dass Stögi sich bei uns durchbeißen wollte."
- Eugen Polanski
Polanski lobte im Anschluss vor allem seine Hartnäckigkeit und Disziplin: "Ich wusste immer, dass Stögi sich bei uns durchbeißen wollte. An ihm bewundere ich wirklich diese Hartnäckigkeit im Training. Das ist das, was ich den Spielern auch sage: Ihr könnt alle sauer auf mich sein, weil ihr nicht spielt oder nur hereinkommt – aber ihr müsst mir auch zeigen, dass ihr von Anfang an spielen wollt."
Das tat Stöger, der seinen Trainer im Training regelrecht beeindruckte. "Stögi hatte herausragend gute Trainingsleistungen, das muss man dann auch honorieren. Tatsache ist aber auch, dass seine Trainingsleistungen oftmals besser waren als seine Spielleistungen. Daran muss er arbeiten – und das hat er gegen Bayer hervorragend gemacht", schwärmte der 39-Jährige.
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Stöger überzeugt
Wird Stöger jetzt also zum völlig überraschendem X-Faktor im Abstiegskampf, in dem die Borussia trotz dem Punktgewinn gegen Leverkusen noch steckt? Es spricht vieles dafür, unter anderem die Tatsache, dass er jenes Szenario mit dem VfL Bochum vor zwei Jahren selbst erlebte und daher mit allen Wassern gewaschen ist.
Doch nicht nur deshalb ist Stöger für die Fohlen ein echter Gamechanger. "Er ist jemand, der den Ball immer fordert, auch unter Druck. Ein sehr cleverer Spieler, der aber auch eine sehr intensive Laufleistung auf den Rasen bringen kann", erklärte Polanski. Unter anderem auch deshalb entschied er das Duell mit Florian Neuhaus vorerst für sich.
Die Partie gegen Leverkusen dürfte also nicht nur ein Strohfeuer gewesen sein, sondern vielmehr der Auftakt zu weiteren Einsätzen des Österreichers.
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