Skip to main content

Gosens kommt, Ndiaye beim S04 endgültig raus? Ein Szenario gäbe es noch

Robin Gosens wird in Kürze auf Schalke unterschreiben. Mit Moussa Ndiaye wird nicht mehr geplant – was sich aber eventuell nochmal ändern könnte.
Wird Moussa Ndiaye gar nicht mehr für Schalke aufspielen?
Wird Moussa Ndiaye gar nicht mehr für Schalke aufspielen? | Rene Nijhuis/MB Media/GettyImages

Die ersten Teile des Medizinchecks dürfte Robin Gosens noch am gestrigen Donnerstag absolviert haben, im Laufe des Freitags wird dann der Rest folgen. Im Anschluss steht der Vertragsunterschrift nichts mehr im Weg: Der 32-Jährige wird sich zumindest für die nächste Saison dem FC Schalke anschließen und dazu beitragen wollen, den Klub in der Bundesliga zu halten.

Damit hat Königsblau die Suche nach einem weiteren Schienenspieler für die linke Seite theoretisch abgeschlossen – und praktisch auch? Mit Vitalie Becker und Gosens stehen Miron Muslic zwei Optionen für die linke Schiene zur Verfügung. Auf rein zahlenmäßig mehr wird Königsblau auch nicht gehen wollen, ist das liebe Geld doch für dann größere Baustellen eingeplant.

Daher stellt sich folgende Frage: Spielt Moussa Ndiaye in den Planungen des S04 somit keinerlei Rolle mehr?

Ndiaye ist soweit kein Thema mehr – könnte es im Fall der Fälle aber vielleicht nochmal werden

Sky Sports zufolge kann diese Frage mit einem recht klaren Ja beantwortet werden. Ndiaye ist soweit kein Thema mehr auf Schalke, die Bemühungen um eine Fortsetzung der Leihe sind an den Forderungen des RSC Anderlecht gescheitert. Der belgische Klub hatte stets auf einen festen Verkauf gepokert, für den die Ablösesumme aber mit mindestens drei, eher vier Millionen Euro zu hoch ausgefallen wäre. Die vermeintliche Einlassung auf eine potenzielle Leihe könnte daher noch ein verzweifelter Schritt gewesen sein, Ndiaye gegenüber Gosens doch nochmal attraktiver zu machen.

Zu 100% kann Ndiaye zu diesem Zeitpunkt aber vielleicht doch noch nicht abgeschrieben werden. Auch der kicker bespielt ein Szenario, das zwar nicht wahrscheinlich, aber wohl auch noch nicht gänzlich ausgeschlossen ist: Sollte Vitalie Becker seinen bereits zum nächsten Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängern, müsste er im Sinne einer Ablösesumme noch verkauft werden.

In diesem Fall hätte Schalke nicht nur erneuten Bedarf, sondern wohl auch die finanziellen Mittel, um mindestens eine kostspieligere Leihe (mitsamt Kaufoption oder -pflicht) von Ndiaye übernehmen zu können. Von diesem Szenario hatte 90min bereits vor wenigen Tagen berichtet.

FC Schalke 04 v Fortuna D¸sseldorf - 2. Bundesliga
Die Vertragsgespräche mit Vitalie Becker stockten zuletzt deutlich | Jan Fromme - firo sportphoto/GettyImages

Natürlich ist es ein einerseits unwahrscheinliches Szenario und andererseits auch eines, in dem sämtliche zeitliche Faktoren zusammenspielen müssten. Zum einen ist ja gar nicht gesagt, dass Becker tatsächlich nicht verlängert und dann auch noch abgegeben wird. Zum anderen müsste nicht nur die Entscheidung über das Becker-Aus, sondern bestenfalls auch noch der Verkauf zu einem Zeitpunkt stattfinden, zu dem Ndiaye noch immer zu haben ist und angesichts des im ersten Anlauf bevorzugten Gosens auch noch immer zum S04 wechseln wollen würde.

Es muss also vieles zusammenkommen und zeitlich passen, damit dieses Szenario überhaupt umsetzbar erscheint.

Angesichts der Leihe von Gosens wird Schalke aber ohnehin den klaren Fokus auf eine Vertragsverlängerung mit Becker, dem 21-jährigen Eigengewächs legen. Je eher es in dieser Angelegenheit wieder Bewegung gibt, desto früher wird es auch endgültige Klarheit um die personelle Besetzung der linken Schiene geben.


Weitere Nachrichten rund um Schalke:

Füg uns bei Google als bevorzugte Quelle hinzu