Alle Augen waren auf den Bundestrainer gerichtet, als dieser sein Aufgebot für die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko bekanntgab. Neben zahlreichen diskutablen Personalentscheidungen seitens Julian Nagelsmann, fehlte auch Tim Kleindienst in der Auflistung derer, welche das DFB-Team begleiten werden.
Im Falle des Stürmers von Borussia Mönchengladbach kommt die Nicht-Nominierung allerdings alles andere als überraschend. Schließlich fiel dieser fast die komplette Saison aufgrund einer langwierigen Knieverletzung aus. Im Interview mit der Bild teilt Kleindienst nun seine Gedanken zur WM-Absage und seiner Zukunft in der deutschen Nationalmannschaft mit.
Kleindienst zeigt Verständnis
"Ich kann die Entscheidung sehr gut nachvollziehen. Dass ich überhaupt noch irgendwie in diesem Fokus stand, mitzufahren, ist mir schon viel wert."Tim Kleindienst (Bild)
Der 30-Jährige zeigt vollstes Verständnis für die Absage vom Bundestrainer und fühlt sich sogar eher geehrt als enttäuscht: "Ich kann die Entscheidung sehr gut nachvollziehen. Dass ich überhaupt noch irgendwie in diesem Fokus stand, mitzufahren, ist mir schon viel wert. Das beweist, dass man vorher wohl nicht den schlechtesten Eindruck hinterlassen hat."
Aufgrund seiner langen Ausfallzeit war eine Nominierung für das WM-Aufgebot des DFB-Teams einfach nicht drinnen, wäre der Stürmer früher zurückgekommen, ist er sich sicher, dass er dabei gewesen wäre: "Hätte ich noch zwei, drei Bundesliga-Spiele mehr gemacht, dann wäre das ein anderes Thema gewesen. Und dann wäre ich wahrscheinlich auch mitgefahren."
Glaube an DFB-Zukunft
"Ich wäre ja blöd, wenn ich jetzt sagen würde, dass meine DFB-Karriere nun vorbei ist."Tim Kleindienst (Bild)
Der Kapitän der Fohlen möchte seinen Blick nach vorne richten und der verpassten WM 2026 nicht nachtrauern: "Ich bin unheimlich froh, dass ich mittlerweile wieder fit bin. Und das ist am Ende mehr wert als die WM-Teilnahme. Weil ich jetzt noch einige Jahre in meiner Karriere vor mir habe und ich dann hoffentlich auch verletzungsfrei bleibe."
Sollte dies der Fall sein ist sich der 30-Jährige sicher, dass er auch trotz seines fortgeschrittenen Alters im DFB-Team weiterhin eine Zukunft besitzt: "Ich wäre ja blöd, wenn ich jetzt sagen würde, dass meine DFB-Karriere nun vorbei ist. Am Ende gilt es einfach, weiter Leistung zu bringen. Und das ist mehr oder weniger altersunabhängig."
Kleindienst überzeugt vom DFB-Team
"Ich traue den Jungs alles zu."Tim Kleindienst (Bild)
Angesprochen auf Deutschlands Chancen, am Ende des Turniers den Pokal gen Himmel strecken zu dürfen, zeigt sich Kleindienst hoffnungsvoll: "Ich traue den Jungs alles zu. Deutschland ist immer eine Top-Nation, auch wenn die letzten Jahre nicht ganz so rosig waren."
Neben dem sportlichen Geschehen sei seine Hoffnung vor allem, dass "die Menschen in Deutschland zusammenrücken und einfach alle der Mannschaft die Daumen drücken". Denn der 30-Jährige ist sich sicher: "Wenn sich die Leute auf ein geiles Turnier freuen und ans Team glauben, kann das am Ende der Mannschaft noch einmal einen richtigen Schub geben."
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