Mit dem überraschenden 1:0-Heimsieg gegen Borussia Dortmund konnte sich Borussia Mönchengladbach zwei Spieltage vor dem Saisonende den Klassenerhalt sichern. Der Blick kann also langsam in die Zukunft gerichtet werden. Mit Fabio Chiarodia soll einem vielversprechenden Akteur der Fohlen endlich der Durchbruch gelingen.
Gute Leistung, mangelnde Fitness
"Fabio hat das gegen den BVB gut gemacht, bis ihm dann wieder ein bisschen die Puste ausgeht. Daran müssen wir bei Fabio definitiv arbeiten."Eugen Polanski
Bei dem Duell zwischen den Fohlen und dem BVB stand Chiarodia in der Startelf und lieferte eine überzeugende Leistung in der Gladbacher Innenverteidigung. Durchspielen konnte der 20-Jährige die Partie allerdings nicht und wurde in der 70. Spielminute entkräftet ausgewechselt.
Wie Coach Eugen Polanski gegenüber der Bild bestätigte, ist die Fitness des italienischen U21-Nationalspielers ausbaufähig: "Fabio hat das gegen den BVB gut gemacht, bis ihm dann wieder ein bisschen die Puste ausgeht. Daran müssen wir bei Fabio definitiv arbeiten. Wir dürfen da die Wechsel nicht jedes Mal verschwenden, aufgrund der Intensität."
Aus den klaren Worten des Trainers in Richtung des Innenverteidigers kann man bereits heraushören, dass die Borussia aus Mönchengladbach nicht vollends zufrieden mit der Entwicklung des Abwehr-Talents ist. Zu oft steht dem 20-Jährigen sein körperlicher Fitness-Zustand im Wege.
Bisher ein uneingelöstes Versprechen
Dass Chiarodia in Sachen Fitness noch Luft nach oben hat, kann man unter anderem an seinen Einsatzzeiten in der laufenden Bundesliga-Saison erkennen. So kam der gebürtige Oldenburger nach einem vielversprechenden Saisonstart mit vier Startelf-Einsätzen an den ersten fünf Spieltagen lediglich auf drei weitere Einsätze von Beginn an und fiel über einen langen Zeitraum mit muskulären Problemen aus.
Immerhin ist ein positiver Trend zu erkennen, denn zwei der drei erwähnten Startelf-Einsätze kamen an den letzten beiden Spieltagen zustande und auch seine Leistung in diesen Begegnungen war zufriedenstellend.
Dennoch muss zukünftig mehr von dem 20-Jährigen kommen, damit dieser eine langfristige Zukunft bei den Fohlen besitzt. Schließlich versprach man sich bei der Borussia viel von dem Innenverteidiger, welcher im Sommer 2023 für zwei Millionen Euro von Ligakonkurrent Werder Bremen nach Gladbach wechselte.
Ungewisse Zukunft
Sollte Chiarodia seinen Fitness-Zustand in den Griff bekommen, könnte in der kommenden Spielzeit endlich der Durchbruch des jungen Verteidigers folgen. Unklar ist derweil, ob dies bei den Fohlen geschehen wird oder woanders. In Gladbach besitzt der 20-Jährige noch einen Vertrag bis 2027.
"Es war unser Ziel, die Rettung so früh wie möglich zu schaffen - das hat geklappt. Ich fühle mich bei Borussia sehr wohl, denke einfach nur von Woche zu Woche. Dann schauen wir mal, was nächste Saison passiert", sagt Chiarodia über seine aktuelle Situation.
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