Abgesehen von einer zweijährigen Leihe zu Desna Chernigiv hat Yukhym Konoplya seine komplette fußballerische Laufbahn bei Shakhtar Donetsk verbracht. Nun wagt der in Donetsk geborene ukrainische Nationalspieler (27 Einsätze) den Schritt ins Ausland.
Weil sein Vertrag ausläuft, war der 26-jährige Rechtsverteidiger ablösefrei zu haben. Entsprechend war das Interesse an Konoplya groß. Laut der Rheinischen Post sollen unter anderem Ajax, Valencia und die AS Rom vorgefühlt haben. Den Zuschlag bekam aber Borussia Mönchengladbach. Bei den Fohlen hat Konoplya einen Vertrag bis 2029 unterschrieben.
Für die Borussia ist der Transfer also durchaus ein Coup. Der spielerisch starke Rechtsverteidiger soll das zuletzt lahme Offensivspiel der Fohlen ankurbeln, ohne dabei die defensive Stabilität zu vernachlässigen. Dem bisherigen Stamm-Rechtsverteidiger Joe Scally war vor allem ersteres kaum gelungen. Ohnehin ist fraglich, ob Scally über den Sommer hinaus am Niederrhein bleibt. Der US-Nationalspieler träumt weiter von der Premier League und gilt als Verkaufskandidat, um wichtige Einnahmen zu generieren. In Konoplya hat die Borussia den möglichen Nachfolger nun schon im Kader.
Stimmen zum Konoplya-Transfer
Gladbach-Sportchef Rouven Schröder: "Yukhym ist ein physisch starker, spiel - und einsatzfreudiger Außenverteidiger. Als Stammspieler beim Ukrainischen Meister, durch regelmäßige Länderspiel-Einsätze und Spiele in der Champions League bringt er einiges an Erfahrung und Leadership-Fähigkeiten mit."
Yukhym Konoplya: "Ich freue mich sehr, zu Borussia zu wechseln. Es ist ein sehr großer Verein mit langer Historie und einer unglaublichen Fangemeinde. Gerade habe ich sehr viele Emotionen, die ich gar nicht so richtig erklären kann. Es wird ein paar Tage dauern, bis ich alles richtig realisiert habe. Aber auf jeden Fall freue ich mich, auf eine tolle Zeit bei Borussia."
