Gladbach-Rückfall? Polanski ohne Erklärung für Niederlage gegen Wolfsburg

Eine Erklärung für den schwachen Auftritt bei der 1:3-Niederlage hatte Eugen Polanski nicht. Für das letzte Spiel des Jahres will er seine Fohlenelf wieder besser vorbereitet und motiviert sehen.
Eugen Polanski
Eugen Polanski / Christian Verheyen/GettyImages
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Nach dem zwar nicht glanzvollen, aber doch von einer guten Einstellung geprägten 1:0-Sieg über Mainz 05 hatte Borussia Mönchengladbach angenommen, das schwache Aus im DFB-Pokal sei verdaut und abgehakt worden. Stattdessen setzte es am Samstag einen sehr ernüchternden Heimauftritt, der eine verdiente 1:3-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg zur Folge hatte.

Zur Halbzeitpause gab es sogar schon wieder einzelne, aber doch gut wahrnehmbare Pfiffe seitens der Borussia-Fans. Was angesichts der bereits drei Gegentreffer in der ersten Hälfte durchaus verständlich war, überraschte ob des jüngsten Aufwärtstrends und der Betonung des Zusammenhalts zwischen Anhänger und Mannschaft doch.

Gladbach "weit weg von unseren 100 Prozent"

Den doch sehr mutlosen und zuweilen verunsichert wirkenden Auftritt seiner Mannschaft konnte sich Eugen Polanski derweil nicht wirklich erklären. "Wenn ich eine Erklärung hätte, dann hätte ich nach zehn Minuten irgendwie eingegriffen", gestand er sich nach dem Abpfiff eine gewisse Ratlosigkeit ein (via kicker). Dabei machte der Cheftrainer der Fohlenelf ebenso klar: "So kannst du in kein Bundesligaspiel gehen. Nicht zuhause, nicht auswärts."

Spätestens der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich hätte die Borussia wachrütteln müssen, meinte Polanski. "Dann schenken wir uns die Tore zwei und drei eigentlich selber ein", resümierte er zähneknirschend.

"Es hat mich schon ein bisschen überrascht, mit wie wenig Mut wir gegen den Ball agiert haben, mit wie wenig Mut, Zielstrebigkeit und Aktivität wir nach vorne gespielt haben", so Polanski weiter. Seine Mannschaft habe er gegen Wolfsburg "weit weg von unseren 100 Prozent" gesehen, sodass die Niederlage auch verdient war. Grundsätzlich schmerze zwar jede Niederlage, doch wollte der Coach auch nicht den Teufel an die Wand malen. "Wir haben es einfach echt schlecht gemacht in der ersten Hälfte", wollte er keinen größeren Rückschlag aufkommen lassen. Das Spiel werde man nun zusammen "sehr klar analysieren" und dann müsse die Mannschaft mitsamt Trainer, nahm sich Polanski auch selbst nicht aus, beim letzten Spiel dieses Kalenderjahres "anders reagieren". Gemeint ist das Auswärtsspiel beim BVB am Freitagabend.


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