Fohlen-Sportchef Rouven Schröder hat den Schnellkochtopf noch längst nicht von der Transfer-Herdplatte genommen. Gladbach steht schon früh in diesem Sommer vor der siebten Spielerverpflichtung!
Die Anzeichen verdichten sich nach übereinstimmenden Berichten, dass mit dem 19-jährigen Polen Jan Leszczynski ein Innenverteidiger-Juwel in den kommenden Tagen den Weg an den Niederrhein finden wird.
Am Mittwochmorgen sickerte durch, dass die Gladbacher intensiv um eine Verpflichtung buhlen (90min berichtete). Zunächst hatte der polnische X-Account 'FootballScout' berichtet, später zog die Rheinische Post nach. Wenige Stunden später scheint der Transfer so gut wie sicher zu sein.
Leszczynski auf dem Weg zum Medizincheck - Bis zu 2 Mio. Euro Ablöse
RP bestätigt, dass der Leszczynski-Deal "in den nächsten Tagen über die Bühne gehen soll". Das Portal legia.net hatte zuvor erfahren, dass der Youngster bereits aus dem Trainingslager von Legia Warschau in Herzogenaurach abgereist sei, um sich auf den Weg nach Mönchengladbach zu begeben, um dort den obligatorischen Medizincheck zu absolvieren.
Auch 'FootballScout' berichtet von einem bevorstehenden Transfer des polnischen U19-Nationalspielers. Eine Ablöse im Bereich zwischen einer und zwei Millionen Euro sollen fällig werden. Durchaus bemerkenswert, angesichts der Tatsache, dass Leszczynskis Marktwert aktuell nur auf 600.000 Euro geschätzt wird und der Abwehrspieler nicht mal eine Handvoll Profi-Partien absolviert hat – vier, um genau zu sein.
Großes Potenzial – Aber (noch) kein Elvedi-Nachfolger
Auf der anderen Seite wird dem 1,91 Meter großen Legia-Eigengewächs, dessen Vertrag in Warschau noch bis 2029 läuft, ein enormes Potenzial nachgesagt. Gut möglich daher, dass sich Leszczynskis Marktwert in Gladbach um ein Vielfaches erhöht.
Dank seiner Beidfüßigkeit und guten Physis hat der junge Pole sowohl Stärken im Kerngeschäft eines Innenverteidigers als auch im Spiel mit dem Ball.
Recht unkompliziert zuschlagen kann Gladbach wohl auch deshalb, weil Legia dringend auf Transfer-Einnahmen angewiesen ist. Leszczynski dürfte bei den Fohlen als Innenverteidiger Nummer vier eingeplant sein und soll wohl behutsam aufgebaut werden. Mit Nico Elvedi, Kevin Diks und Fabio Chiarodia stehen aktuell drei gestandene Innenverteidiger zur Verfügung.
Als möglichen Elvedi-Ersatz kann man Leszczynski derweil nicht sehen. Der Schweizer will seinen Vertrag bei der Borussia offenbar nicht verlängern und rückt damit ein Jahr vor Vertragsende automatisch in den Verkaufs-Fokus. Gut für den VfL: Die Ausstiegsklausel ist abgelaufen, die Ablöse kann frei verhandelt werden.
Geht Elvedi diesen Sommer also tatsächlich, wird Schröder sehr wahrscheinlich neben Leszczynski noch nach einem weiteren Innenverteidiger Ausschau halten.
