Gladbach in Not: Erschütternde Zahlen lassen Abstiegssorgen wachsen

Borussia Mönchengladbach steckt nach schwachen Monaten wieder mitten im Abstiegskampf. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache.
Borussia Mönchengladbach befindet sich in der Krise
Borussia Mönchengladbach befindet sich in der Krise / Jürgen Fromme - firo sportphoto/GettyImages
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Borussia Mönchengladbach rutscht immer tiefer in die Krise. Bei der klaren 0:3-Heimniederlage gegen den VfB Stuttgart leerte sich der Borussia-Park schon lange vor dem Abpfiff. Viele Fans verließen frustriert ihre Plätze, ein deutliches Signal der wachsenden Unzufriedenheit. Für die Fohlen war es bereits die fünfte Heimniederlage der Saison, kein anderes Bundesliga-Team hat derzeit mehr Pleiten im eigenen Stadion zu verkraften.

Auch der Gesamttrend ist alarmierend: Lediglich eins der letzten sechs Pflichtspiele konnten die Fohlen für sich entscheiden. Die Mannschaft ist in der Tabelle gefährlich abgerutscht. Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt nur noch fünf Zähler, zum 15. Rang trennen die Borussia gerade einmal zwei Punkte. Die Abstiegsgefahr rückt spürbar näher.

Erschreckende Zahlen: Gladbach fällt historisch zurück

Ein weiterer Blick auf die Daten verdeutlicht den Ernst der Lage: Gladbach hat in den bisherigen 19 Saisonspielen nur 20 Punkte geholt – so wenige wie gemäß Bild zuletzt vor 15 Jahren. Damals rettete sich die Borussia erst in der Relegation unter Lucien Favre gegen den VfL Bochum. Zwar steht die Mannschaft aktuell noch auf einem vermeintlich beruhigenden 11. Tabellenplatz, doch die Bilanz spricht eine andere Sprache.

Benötigt Gladbach im Saisonendspurt einen neuen Feuerwehrmann?
Benötigt Gladbach im Saisonendspurt einen neuen Feuerwehrmann? / Dennis Grombkowski/GettyImages

Selbst die zuletzt vorzeitig entlassenen Trainer punkteten besser: Adi Hütter kam nach 19 Spielen auf 22 Punkte, Daniel Farke auf 26, und Gerardo Seoane lag mit 21 beziehungsweise 27 Punkten ebenfalls über dem aktuellen Wert. Die Statistik lässt kaum Zweifel daran, dass Gladbach sich gefährlich nah am Abgrund bewegt.

Gladbach-Verantwortlichen ist der Ernst der Lage bewusst

Sportdirektor Rouven Schröder zeigte zwar Verständnis für den steigenden Druck, mahnte jedoch deutlich mehr Engagement und Präsenz an. Auch ihm ist die Brisanz der Lage bewusst: "Von mir hat noch niemand gehört, dass wir nicht nach unten schauen müssen. Unser Blick war immer auch nach unten gerichtet." Trainer Eugen Polanski kritisierte vor allem die passive Körpersprache seines Teams nach dem frühen Rückstand und forderte eine schonungslose Analyse der Fehler.

Entscheidende Wochen warten – große Aufgaben vor der Brust

Für die Fohlen stehen nun richtungsweisende Wochen an. Am kommenden Samstag wartet das wichtige Duell mit dem direkten Konkurrenten SV Werder Bremen, danach folgen neben mehreren Topteams weitere Schlüsselspiele im Abstiegskampf. Die sportliche Krise hinterlässt dabei auch mental Spuren: Bleibt die Defensive so anfällig und die Offensive weiter harmlos, droht Gladbach ein Abstiegskampf, der für viele Fans längst wie ein Worst-Case-Szenario wirkt.


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