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Gladbach in der Krise: Was Polanski jetzt verändern muss

Schafft Eugen Polanski den Turnaround mit seiner Borussia?
VonFabian Küpper
In der Kritik: Eugen Polanski
In der Kritik: Eugen Polanski | SOPA Images/GettyImages

0:3 gegen RB Leipzig, 3:4 nach 3:1-Führung gegen Aufsteiger SV Elversberg: Bei Borussia Mönchengladbach brennt schon nach zwei Spielen der Baum. Hinzu kommt das Interview von Tim Kleindienst, für das er mittlerweile viel Kritik einstecken musste – und dann fällt jetzt auch noch Neuzugang Nicolas Kühn für eine längere Zeit aus (90min berichtete).

Auch Eugen Polanski steht (mal wieder) zur Diskussion. Die Entscheidung, mit dem 40-Jährigen weiterzumachen, obwohl er die Mannschaft spielerisch nicht weiterentwickeln konnte, wurde schon damals kritisch gesehen, nach den jüngsten Ergebnissen dürften sich jene Kritiker bestätigt fühlen.

Defensive Absicherung als größtes Problem

Polanski muss also zusehen, dass er das Ruder schnellstmöglich wieder herumreißt, ansonsten dürften seine Tage bei den Fohlen gezählt sein. Dafür braucht es jedoch einige auch drastische Maßnahmen, wie die Bild skizziert.

Ein Bild mit Symbolcharakter: Elversbergs David Mokwa räumt Ko Itakura ab und trifft wenig später zum 1:1
Ein Bild mit Symbolcharakter: Elversbergs David Mokwa räumt Ko Itakura ab und trifft wenig später zum 1:1 | Christian Verheyen/GettyImages

Das größte Mank bei den Gladbachern ist bislang die defensive Absicherung. Sieben Gegentore fingen sich die Fohlen bereits, dazu parierte Moritz Nicolas schon 14 Schüsse – beides Ligahöchstwerte.

Vor allem das vierte Gegentor gegen Elversberg war exemplarisch für die Abwehrprobleme. Sich in der Nachspielzeit im eigenen Stadion auskontern zu lassen darf einfach nicht passieren.

Dementsprechend sollte Polanski schleunigst die Defensive stabilisieren und in diesem Zusammenhang über eine Auswechslung von Ko Itakura nachdenken. Der Japaner ist nach seiner Rückkehr noch überhaupt kein Faktor und längst nicht der Abwehrchef, den man sich am Niederrhein erhofft hatte.

Auch Wael Mohya ließ die defensive Mitarbeit bislang vermissen, der 17-Jährige hat seine Stärken in der Offensive. Zum Wohle einer stabileren Verteidigung könnte Polanski auch ihn auf die Bank beordern – wenngleich dann das Offensivspiel leiden würde.

Jugend forscht beendet?

Mohya ist dabei ein gutes Stichwort. Polanski bekam vor der Saison den Auftrag, mehr Talente in den Kader einzubinden, ihnen Spielzeit zu verschaffen und sie so stärker zu fördern. Dieses Experiment sollte jedoch vorerst zu den Akten gelegt werden. Matthieu Nguefack war gegen Elversberg am Ende deutlich überfordert, die Startelf kommt für den 18-Jährigen noch zu früh.

Polanski sollte sich stattdessen auf die Routiniers besinnen – und diese auch die vollen 90 Minuten auf dem Platz lassen. Damit ist vor allem Tim Kleindienst gemeint, der gegen den Aufsteiger nach 77 Minuten ausgewechselt wurde. Im Anschluss brach die Borussia komplett ein und verspielte den Sieg noch. Kleindienst ist als Leader für die Mannschaft in ihrer aktuellen Zusammenstellung zu wichtig, um ihn frühzeitig runterzunehmen – wenngleich der Wechsel aufgrund von seiner langen Verletzungspause nachvollziehbar war.


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