Lange sah es so aus, als könnte Borussia Mönchengladbach am 30. Spieltag einen Heimsieg gegen den 1. FSV Mainz 05 einfahren und somit einen riesigen Sprung in Richtung Klassenerhalt machen. Doch in der Nachspielzeit gaben die Fohlen den Dreier doch noch aus der Hand und müssen sich nun mit einem 1:1 begnügen.
Nach dem Spiel äußerte sich Borussias Sportchef Rouven Schröder zum bitteren Ausgang der Partie und zur Zukunft von Trainer Eugen Polanski, der bei den Fans immer weiter in die Kritik gerät.
Zuversicht, aber keine Jobgarantie über die Saison hinaus
"Den Trainer lassen wir mal außen vor, der Eugen wird uns über den Strich führen. Eugen ist unser Trainer."Rouven Schröder
Angesprochen darauf, ob der 40-jährige Coach auch weiterhin der richtige Mann für den Job ist, stellte Schröder eine Jobgarantie aus - zumindest eine kurzfristige: "Den Trainer lassen wir mal außen vor, der Eugen wird uns über den Strich führen. Eugen ist unser Trainer."
Gleichzeitig lieferte der 50-Jährige allerdings auch einen Ausblick auf die Zeit nach der laufenden Spielzeit und die anstehende Analyse: "Wir machen das sehr, sehr kritisch, es läuft keiner weg. Wir müssen viele Dinge viel, viel besser machen."
Davon ist selbstverständlich auch nicht der Trainer ausgeschlossen. Um ein endgültiges Bekenntnis zu Eugen Polanski über das Saisonende hinaus zu machen, lässt die Qualität des Spielvortrags auf dem Feld viel zu häufig zu wünschen übrig.
Polanski angefressen nach spätem Ausgleich
"Der Weg ist offenbar so gezeichnet, dass wir nicht den schwierigen, sondern den sehr schwierigen Weg gehen müssen."Eugen Polanski
Der Ausgleich von Nadiem Amiri war für alle Beteiligten auf der Seite der Fohlen wie ein Schlag ins Gesicht. "Es ist extrem schwierig, auch für mich. Ich habe der Mannschaft ein paar Worte gesagt, alle sind deprimiert und angefressen", bestätigt Polanski den Gemütszustand seiner Mannschaft.
Dennoch blickt der ehemalige Profi, ähnlich wie Schröder, zuversichtlich auf die letzten Begegnungen: "Immerhin ist es jetzt ein Spiel weniger und wir haben fünf Punkte Vorsprung." Der 40-Jährige ist sich sicher, dass sein Team den Klassenerhalt schafft und auch in der kommenden Spielzeit in der Bundesliga auflaufen darf.
Er weiß aber auch: "Der Weg ist offenbar so gezeichnet, dass wir nicht den schwierigen, sondern den sehr schwierigen Weg gehen müssen."
