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Gladbach-Coup mit Nicolas Kühn: Vorteile und Risiken der Leihe

Die Leihe von Nicolas Kühn stellt für Gladbach einen guten Deal dar. Trotzdem ergibt sich auch ein Risiko im Hinblick auf das Kader-Management.
Nicolas Kühn soll künftig für die Borussia jubeln
Nicolas Kühn soll künftig für die Borussia jubeln | Image Photo Agency/GettyImages

Mit der Leihe von Nicolas Kühn hat Rouven Schröder nochmal für eine späte Überraschung am sogenannten Deadline Day gesorgt, dem letzten Tag des Transferfensters in Deutschland. Mit dem 26-Jährigen verstärkt sich Borussia Mönchengladbach nochmal in der Offensive und gewinnt dabei eine gewisse Flexibilität.

Bei Como 1907 hätte Kühn zwar auch in der Champions League aufspielen können, doch der italienische Verein, bei dem er noch bis zum Sommer 2029 unter Vertrag steht, hat zu dieser Saison gar nicht mehr auf ihn gesetzt. Insofern ist die Leihe zur Borussia auch für ihn selbst eine Chance, sich wieder in den Fokus seines eigenen sowie anderer Klubs zu spielen.

Für Gladbach ergeben sich zwar Vorteile durch die Kühn-Leihe, aber auch ein Risiko, auf das die Bild aufmerksam macht.

Gladbach wird flexibler und hoffentlich auch besser – verdrängt damit aber auch einen Spieler mit Perspektive

Die Vorteile liegen wohl auf der Hand: Kühn bringt theoretisch die Qualität mit, um die Fohlenelf direkt ein bisschen besser zu machen. Kurzum: Die Chancen, eine gute und möglichst stabile Saison zu spielen, steigen durch ihn. Dazu ist er flexibel einsetzbar, was auch für Eugen Polanski vorteilhaft ist. So hat er zwar zumeist auf der rechten Außenbahn gespielt, doch kann er diese Rolle auch auf der linken Seite übernehmen und sogar als aktiver Stürmer agieren.

Dazu fällt die Leihe für die Borussia auch kostengünstig aus. Laut der Bild übernimmt Como noch über die Hälfte des Kühn-Gehalts. So fallen für den Bundesligisten kaum zusätzliche Kosten an. Eine Leihgebühr an sich fällt ebenfalls nicht an. Ein in finanzieller Hinsicht einwandfreier Deal, den Schröder am Deadline Day noch umgesetzt bekommen hat.

Der Nachteil jedoch: Dadurch gab es keine Einigung hinsichtlich einer Kaufoption. Somit ist schon jetzt klar, dass Kühn die Borussia zum Saisonende wieder verlassen und in die Serie A zurückkehren wird. Und zwar völlig unabhängig davon, wie wohl er sich bei der Fohlenelf fühlt und wie erfolgreich die Zusammenarbeit schlussendlich auch sein mag.

Das ist einerseits nicht nur schade ob der fehlenden Transfer-Flexibilität zum nächsten Sommer, sondern birgt andererseits auch ein entsprechendes Risiko beim Kader-Management. Klar ist nämlich: Kühn wird, sollte er zu guter Form aufspielen können, einen anderen Offensivspieler verdrängen.

Auf der rechten Seite und somit auf der Stammposition von Kühn spielte gegen RB Leipzig etwa Hugo Bolin auf. Auf der linken Seite hätte es Robin Hack treffen können und auch Wael Mohya wäre nicht ungefährdet. Bolin ist auch erst zum vergangenen Winter zur Borussia gestoßen, auf das Entwicklungspotenzial von Mohya wird ohnehin gesetzt und auch Hack hat einen noch für drei Jahre gültigen Vertrag. Zumindest einer von ihnen wird voraussichtlich ein Leidtragender in der Hinsicht auf regelmäßige Einsatzzeiten sein, sollte sich mit Kühn ein neuer Akteur durchsetzen können, der allerdings keine Zukunft am Niederrhein hat. So könnten Spieler, die noch die ein oder andere Saison be der Borussia verbringen und sich entwickeln sollen, durchaus verprellt werden – zumindest zwischenzeitlich.


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