Vor der Länderspielpause hat sich Borussia Mönchengladbach zu einem 3:3 beim 1. FC Köln gemüht. Dabei ging aber immerhin der Stern von Jens Castrop auf: Der 22-Jährige erzielte gegen seinen Jugendverein einen Doppelpack und sicherte seinen Fohlen damit den wichtigen Punktgewinn beim Rivalen.
Im rheinischen Derby gab es aber auch eine Schrecksekunde für Castrop. Nachdem er kurz vor seinem Distanztor zur zwischenzeitlichen Führung umgeknickt war, musste er ausgewechselt werden. Die Länderspielreise mit Südkorea konnte der gebürtige Düsseldorf zwar trotzdem antreten, klagte dort aber über Sprunggelenksbeschwerden.
Das führte dazu, dass Castrop das Länderspiel gegen die Elfenbeinküste (0:4) verpasste und bereits vor dem zweiten Testspiel gegen Österreich (Dienstag, 20:45 Uhr) vom südkoreanischen Verband nach Hause geschickt wurde. Droht dem zentralen Mittelfeldspieler, den Borussia-Trainer Eugen Polanski zuletzt auf der linken Seite aufbot, nun doch eine längere Zwangspause?
Aufatmen bei Castrop - Hacks Rückkehr käme noch "zu früh"
Kurz nach seiner Rückkehr an den Niederrhein dürfen die Gladbach-Fans aufatmen. Wie die Bild berichtet, stand Castrop schon am Dienstag wieder auf dem Trainingsplatz. Zwar trainierte der Youngster individuell und nur zum Teil wieder mit dem Ball am Fuß, am Wochenende könnte er trotzdem schon wieder eine vollwertige Option sein.
Nach seinem Gala-Auftritt in Köln wäre ein Ausfall von Castrop besonders bitter. Daher wird Polanski hoffen, dass er schon am Samstag (15:30 Uhr) im wichtigen Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim wieder auf seinen Allrounder setzen kann. Dort wird es für die Borussia um drei absolute Pflichtpunkte im Kampf um den Klassenerhalt gehen.
Während sich bei Castrop in den kommenden Tagen entscheiden dürfte, ob er gegen Heidenheim wieder eine vollwertige Option ist, ist bei Robin Hack alles klar. Obwohl sich der Offensivstar nach längerer Verletzungspause längst wieder im Mannschaftstraining befindet, kommt ein Einsatz gegen den Tabellenletzten laut Polanski noch "zu früh".

"Er wird noch Zeit brauchen, um in den Rhythmus zu kommen", so der Trainer über Hack, der in der laufenden Saison erst vier Partien absolvieren konnte.
