Weiterhin macht es den Eindruck, als würde Borussia Mönchengladbach dem Klassenerhalt eher entgegen taumeln. Angesichts des müden 2:2-Unentschiedens gegen den bereits als Tabellenletzten abgeschlagenen 1. FC Heidenheim, machte sich wieder einmal der Eindruck breit: Die Fohlenelf wird vermutlich nur deshalb in der Bundesliga bleiben dürfen, weil andere Mannschaften einfach noch schwächer aufspielen und abschneiden. Mit den eigenen Leistungen hat das recht wenig zu tun.
In die letzten sechs Spieltage wird Borussia mit fünf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz gehen. Damit ist längst noch keine Sicherheit geboten, wenngleich ein solches Abrutschen angesichts der schwachen Konkurrenz zurzeit trotzdem eher unwahrscheinlich wirkt.
Polanski-Verbleib scheint inzwischen nicht mehr garantiert
Dieser Gesamteindruck sorgt offenbar auch dafür, dass Eugen Polanski längst nicht mehr unumstritten ist – weder bei den Fans, noch bei den Vereinsverantwortlichen. Laut der Bild ist selbst sein bis 2028 gültiger Vertrag keine Garantie für eine weiterlaufende Zusammenarbeit, trotz des potenziellen Klassenerhalts.
Während sich sein Punkteschnitt immer weiter dem von Gerardo Seoane angepasst hat, gab es über die letzten Wochen und Monate soweit auch keine Weiterentwicklungen mehr. Weder haben sich einzelne Spieler deutlich und vor allem auch nachhaltig verbessert, noch der Gesamtauftritt der Mannschaft. Gegen Heidenheim zeigte sich das Team ein weiteres Mal träge und uninspiriert. Insbesondere bei einem Heimspiel, bei dem ein so wichtiger Schritt zum Liga-Verbleib hätte gemacht werden können, ist das kein gutes Zeichen.
Bei einigen Fans sorgen auch die Personalentscheidungen von Polanski immer mehr für Verwunderung oder gar Kritik. Etwa der Bankplatz für Haris Tabakovic, der laut eigener Aussage mehr im Tank gehabt hätte, von seiner Joker-Rolle überrascht war und den Bosnien-Boost von unter der Woche hätte einbringen können – in Kombination mit dem überraschend deutlichen Lob für Shuto Machino, der eigentlich keinerlei Eigenwerbung betreiben könnte. Auch der Vorzug von Joe Scally vor Lukas Ullrich wird zumeist diskutiert. Ob das vielleicht auch schon bei Rouven Schröder für entsprechende Zweifel sorgt?
