Er sollte der Transfercoup von Borussia Mönchengladbach werden, entwickelte sich in seiner ersten Saison am Niederrhein jedoch zum Missverständnis: Giovanni Reyna zeigte im Fohlen-Dress bislang noch nicht, warum Ex-Sportchef Roland Virkus immerhin vier Millionen Euro plus Boni locker gemacht hatte, um ihn vom BVB loszueisen.
Reyna absolvierte für Borussia lediglich 20 Pflichtspiele, davon nur fünf aus der Startelf heraus. Seine Ausbeute war mit einem Tor und einer Vorlage sehr überschaubar. Keine Frage: Das hatten sich alle Beteiligten anders vorgestellt.
"Ich war nicht ganz glücklich mit der Situation und meinen Einsatzzeiten. Aber in den letzten Spielen war ich im Aufschwung. Wir werden sehen, was ich nächste Saison zeigen kann, jetzt liegt mein Fokus auf der WM", teilte Reyna der Sport Bild nach dem Auftaktsieg der USA, bei welchem er als Joker sehenswert per Außenrist getroffen hatte, mit.
Wie das Sportmagazin berichtet, ist die aktuelle WM extrem wichtig für Reynas weitere Zukunft. Nach aktuellem Stand soll der 23-Jährige bei Borussia für die kommende Saison nämlich nur als Herausforderer eingeplant sein, eine tragende Rolle traut man ihm demnach nicht zu. Das würde sich wohl nur ändern, wenn er beim Heim-Turnier auftrumpft.
Gleichzeitig wäre die WM für Reyna auch eine Chance, sich nochmal für andere Klubs anzubieten. Laut Angaben der Sport Bild wäre Gladbach bereit, den Offensivspieler sogar unterhalb des Einkaufspreises abzugeben, sollte er in diesem Sommer maximal Einwechselspieler des US-Teams zeigen. Es zeigt: Für Reyna geht es um viel!
Dass er das Turnier für sich nutzen kann, davon ist er überzeugt. "Ich glaube, wir haben ein sehr starkes Team mit viel Energie und einer guten Stimmung. Die Leistungen in den Testspielen waren gut. Ich glaube daran, dass wir etwas Großes erreichen können", schwärmte er nach dem ersten WM-Spiel seines Landes. Sein Vertrag am Niederrhein ist noch bis 2028 datiert, pro Jahr soll er über zwei Millionen Euro verdienen.
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