Als erste Verpflichtung nach der Transfersperre waren die Erwartungen an Jusuf Gazibegovic hoch. Diese konnte der Rechtsverteidiger beim 1. FC Köln aber nicht erfüllen. In der Rückrunde der Aufstiegssaison konnte er ebenso wenig überzeugen wie in der darauffolgenden Hinrunde – und wurde deshalb im Winter zu Sturm Graz verliehen.
Doch auch von seiner Rückkehr nach Österreich haben sich alle Seiten mehr erhofft. In der dortigen Bundesliga stand Gazibegovic achtmal in der Startelf, wurde dreimal eingewechselt und fiel viermal verletzt aus. Zudem verpasste der 26-Jährige mit den Grazern die Meisterschaft und wurde anschließend nicht für die bosnische Nationalmannschaft bei der WM 2026 nominiert.
Doch wie geht es nun weiter? Nach Ende der Leihe kehrt Gazibegovic theoretisch nach Köln zurück. Hat er nach seiner enttäuschenden Zeit dort trotz seines Vertrags bis 2028 überhaupt noch eine Zukunft?
Gazibegovic will sich in Köln zeigen - lässt einen Verbleib aber offen
Der Spieler selbst scheint die Hoffnung noch lange nicht aufgegeben zu haben, sich in der Domstadt zurechtzufinden. "Ich würde auf jeden Fall gerne in Köln zeigen, was ich kann. Das ist logisch", kündigte Gazibegovic (via Geissblog) an. "Das Kapitel ist für mich noch nicht geschlossen."
Doch der gebürtige Salzburger kann sich auch ein anderes Szenario vorstellen. In erster Linie wolle er "unbedingt spielen", weshalb es nach seiner Rückkehr ans Geißbockheim zunächst Gespräche mit den Vereinsverantwortlichen geben müsse. Sollten ihm diese keine aussichtsreiche Perspektive aufzeigen, "bin ich offen für alles andere – für Graz bin ich immer offen", erklärte er. "Ich will den Sommer gut nutzen, um an meinen Sachen zu arbeiten, um ein paar Prozent draufzuhauen und fitter zu werden. Dann schauen wir einfach, ob es in Köln weitergeht oder woanders."
Die bisherige Kaderplanung beim Effzeh könnte ein großer Vorteil für Gazibegovic sein. Aktuell besitzen die Kölner mit Sebastian Sebulonsen und Alessio Castro-Montes nur zwei Außenverteidiger, benötigen für die kommende Saison aber mindestens vier. Daher scheint gut möglich, dass der 23-fache bosnische Nationalspieler noch einmal vor Trainer René Wagner vorspielen darf.
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