Die Zukunft von Kerim Alajbegovic bleibt bei Bayer 04 Leverkusen weiterhin offen. Das 18-jährige Offensivtalent gilt als eines der spannendsten Nachwuchsprojekte des Werksklubs, könnte den Verein im Sommer allerdings schon wieder verlassen.
Eine endgültige Entscheidung dürfte laut kicker jedoch vor allem von einer zentralen Personalfrage bei der Werkself abhängen: Wer übernimmt künftig den Trainerposten in Leverkusen?
Bayers-Trainerfrage als wegweisende Entscheidung
Wer neuer Trainer bei der Werkself wird und vor allem welches Spielsystem der künftige Coach bevorzugt, dürfte deshalb eine entscheidende Rolle für die Zukunft von Alajbegovic spielen. Der 18-Jährige möchte nach seiner starken Zeit bei RB Salzburg auch bei seinem nächsten Klub regelmäßig in der Startelf stehen.
Entsprechend hängt seine Entscheidung offenbar maßgeblich davon ab, welche sportliche Perspektive ihm die Werkself aufzeigt. Besonders wichtig soll dabei die Frage sein, ob der neue Bayer-Coach eher auf klassische Flügelspieler setzt oder offensivere Akteure bevorzugt, die verstärkt in die Halbräume und das Zentrum einrücken – ein Profil, das deutlich besser zu den Stärken des bosnischen Nationalspielers passen würde.
Italien-Klubs wittern ihre Chance
Interesse am bosnischen Nationalspieler gibt es offenbar reichlich. Vor allem mehrere Topklubs der Serie A sollen die Situation aufmerksam verfolgen. Genannt werden unter anderem die SSC Neapel, Atalanta Bergamo und die AS Rom. Auch aus der Premier League soll es Anfragen geben, England genießt aktuell allerdings wohl keine Priorität. Hintergrund ist laut Bericht vor allem Alajbegovics Wunsch nach möglichst viel Spielzeit.
Trotz der zahlreichen Interessenten bleibt Bayer zunächst entspannt. Erst vor wenigen Monaten zog Leverkusen die Rückkaufoption für den Offensivspieler und überwies rund acht Millionen Euro an Salzburg. Entsprechend sehen sich die Verantwortlichen in einer guten Verhandlungsposition. Insgesamt soll sich ein möglicher Deal inklusive Ablöse, Bonuszahlungen und möglicher Weiterverkaufsbeteiligung im Bereich von rund 30 Millionen Euro bewegen.
Gut möglich deshalb, dass die endgültige Entscheidung erst während der Weltmeisterschaft fällt. Sollte Alajbegovic dort überzeugen, könnte sein Marktwert sogar noch einmal deutlich steigen.
