Geldstrafe enthüllt: So teuer wurde Adeyemis Ausraster
Von Franz Krafczyk

Karim Adeyemi kann auf ein sehr turbulentes Jahr zurückblicken. Unter Niko Kovac konnte der Offensivstar von Borussia Dortmund immer wieder seine spielerische Klasse unter Beweis stellen. Doch der 23-Jährige machte sich vieles durch seine Aktionen abseits des Platzes kaputt.
Nachdem Adeyemi im Herbst erst wegen einem Flaschenwurf und später wegen illegalem Waffenbesitz in den Schlagzeilen stand, leistete er sich nach seiner Auswechslung beim letzten Spiel vor der Winterpause gegen Borussia Mönchengladbach (2:0) noch einen dritten Aussetzer innerhalb kürzester Zeit.
Nachdem Adeyemi im Spiel gegen die Fohlen mehrfach mit Gegenspieler Kevin Diks und später sogar mit Schiedsrichter Sven Jablonski aneinandergeraten war, wurde er von Niko Kovac ausgewechselt. Darauf reagierte Adeyemi wütend und wollte sofort in die Kabine verschwinden, was Sportdirektor Sebastian Kehl verhinderte. Schon kurz nach Abpfiff kündigten die BVB-Verantwortlichen an, dass dieser Vorfall Konsequenzen für den Spieler haben würde.
Nun ist auch bekannt, wie hoch die Strafe für Adeyemi ausfiel. Wie die Bild berichtet, muss der Angreifer für sein Vergehen eine hohe fünstellige Summe blechen. Die Geldstrafe dürfte sich demnach auf rund 90.000 Euro belaufen und soll vom Lohn von Adeyemi abgezogen, der pro Saison über sechs Millionen Euro verdienen soll.
Klärendes Gespräch im Trainingslager: Adeyemi-Vorfall endlich abgehakt?
Beim Trainingslager in Marbella sollen sich Adeyemi, Trainer Niko Kovac sowie weitere Verantwortliche zusammengesetzt haben, um den Vorfall aufzuarbeiten. "Das hatten wir bisher nicht getan. Nach dem Spiel sind natürlich alle in ihre Richtungen abgedüst", sagte Kovac nach dem Trainingsauftakt und kündigte ein klärendes Gespräch "unter vier, sechs oder acht Augen" an.
Sebastian Kehl bestätigte: "Wir haben ihm das nochmal klargemacht. Wir hatten das Gespräch, das war aber in einem sehr guten Rahmen. Und er hat auch nicht mehr verhandelt. Karim hat das am Ende akzeptiert. Ich glaube, Karim hat verstanden, dass sein Verhalten in dem Moment nicht gut war. Es war trotzdem emotional. Und dafür war ich auch selbst Spieler. Lars [Ricken] war Spieler. Wir alle wissen, wie es nach dem Spiel manchmal ist und wie man frustriert auch ist."
Das Thema sollte nun abgehakt sein, schließlich werden sich Kovac, Adeyemi und Co. von nun an wieder aufs sportliche Geschehen konzentrieren müssen. Schon am Freitag (20:30 Uhr) erwartet die Schwarz-Gelben die knifflige Aufgabe auswärts bei Eintracht Frankfurt. Dabei dürften sich die Augen besonders auf Adeyemi richten.
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