Gelbe Gefahr beim FC Bayern: So plant Kompany
Von Leonard Schmidt

Ein wenig überraschend geht es für den FC Bayern München in dieser Saison wieder um einen vergleichsweise engen Kampf um die Meisterschaft. Obwohl die Münchener die Tabelle zwischendurch mit elf Punkten Vorsprung angeführt hatten, steht der BVB aktuell nur noch sechs Punkte entfernt.
Dazu kommt der anstehende Klassiker in Dortmund, der im engen Rennen tatsächlich noch einmal für eine entscheidende Wende sorgen könnte. Im kommenden Duell gegen Eintracht Frankfurt geht es also zum einen um einen Sieg, zum anderen aber auch um einen ruhigen Auftritt vor dem Spiel gegen den BVB.
Gelbe Gefahr für die Bayern
Warum das Duell gegen Eintracht Frankfurt ein ruhiges werden sollte, liegt auf der Hand. Mit Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Jonathan Tah stehen aktuell drei zentrale Führungsspieler bei vier Gelben Karten. Sollte sich einer von ihnen im Duell mit Frankfurt eine weitere Verwarnung einhandeln, würde das einen Ausfall für den Klassiker bedeuten.
Trainer Vincent Kompany gab dazu auf der Pressekonferenz vor dem Spiel eine sehr deutliche Antwort: "Sie haben das Dortmund-Spiel im Kopf, ich nicht. Ich bin nur auf dieses Frankfurt-Spiel fokussiert. Wichtig ist erstmal, dass wir gegen Frankfurt gewinnen. Es gibt jetzt in diesem Moment keine Hierarchie für die Spieler. Die sind alle gleich wichtig für mich. Und Dortmund muss auch erstmal sein Spiel gewinnen."
Frankfurt mit neuem Trainer eine Gefahr?
Ebenfalls wichtig für Bayern dürfte ein möglicher Trainer-Effekt bei der Eintracht sein. Unter dem neuen Coach Albert Riera wirkt die Mannschaft deutlich stabiler. Der 3:0-Sieg über Borussia Mönchengladbach könnte hier noch einmal als zusätzliche Motivation wirken.
Auf die Frage, ob ein Trainer-Effekt eine Rolle spielen könnte, reagierte Kompany ebenfalls gelassen: “Wir haben gerade gegen Werder Bremen gespielt, und auch dort gab es einen Trainerwechsel. Du musst mit dem planen, was du sehen kannst. Wir haben gesehen, was Frankfurt in den letzten beiden Spielen gemacht hat und was ihr Trainer bei seinen vorherigen Teams gemacht hat. Wir müssen darauf vorbereitet sein, in unserem Spiel flexibel zu sein."
Für Bayern ist ohnehin klar, dass das Spiel gegen den Tabellensiebten zu jedem Zeitpunkt in der Saison ein Sieg sein muss. Es wird dennoch wichtig sein, am Samstag um 15:30 ein ordentliches Ergebnis vorzulegen, um den Druck auf das Abendspiel für Dortmund gegen Leipzig nochmal zu erhöhen.
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