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Gehalts-Bremse und Streichliste: Die knallharten Regeln von Bayerns neuem Transferkomitee

Ein neu formiertes, mächtiges Gremium diktiert die strengen Spielregeln für die Zukunft an der Isar.
Das neue Transferkomitee um Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge gibt Max Eberl nun eine klare Verkaufsliste vor
Das neue Transferkomitee um Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge gibt Max Eberl nun eine klare Verkaufsliste vor | Stefan Matzke - sampics/GettyImages

Mit Linksverteidiger Nathaniel Brown von Eintracht Frankfurt und Angreifer Ismael Saibari von der PSV Eindhoven hat der FC Bayern München für jeweils 55 Millionen Euro bereits zwei absolute Wunschspieler von Trainer Vincent Kompany an die Isar gelotst. Doch bevor weitere Stars auf dem Trainingsplatz aufschlagen können, muss Sportvorstand Max Eberl zunächst dringend Einnahmen generieren. Dies ist der klare Beschluss eines neuen Machtzentrums im Hintergrund.

Das Quintett der Macht entscheidet alles

Wie die Abendzeitung berichtet, wird die Einkaufspolitik des Rekordmeisters fortan von einem neu geschaffenen Transferkomitee gesteuert. Dieses Gremium, bestehend aus Max Eberl, Vorstandschef Jan-Christian Dreesen, Präsident Herbert Hainer sowie den Aufsichtsräten Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge, entscheidet kollektiv über jeden einzelnen Zu- und Abgang.

Erst wenn sich dieses Quintett einig ist, wird der Aufsichtsrat eingeschaltet, der ab einer Investitionssumme von 50 Millionen Euro – wie zuletzt bei Brown und Saibari – sein finales Okay geben muss.

Schluss mit den Mega-Gehältern

Neben der gemeinschaftlichen Entscheidungsfindung hat das Komitee vor allem ein großes Ziel: Das Gehaltsniveau im Kader muss drastisch gesenkt werden. Astronomische Verträge mit Jahresgehältern von 20 Millionen Euro oder mehr sollen künftig die absolute Ausnahme bleiben. Bei den Neuverpflichtungen Brown und Saibari blieben die Bosse bereits hart. Beide kassieren dem Vernehmen nach deutlich unter zwölf Millionen Euro im Jahr.

Druck auf Eberl: Die Verkaufsliste ist lang

Die Vorgabe an Eberl ist nun unmissverständlich: Der Kader muss verschlankt werden, um Platz und Budget zu schaffen. Das gestaltet sich jedoch als äußerst zähes Unterfangen. Bislang spülten die Abgänge von Daniel Peretz, Alexander Nübel und Jonah Kusi-Asare rund 20 Millionen Euro in die Kassen. Noel Aseko steht zudem vor einem Wechsel zu Eintracht Frankfurt.

Doch die eigentlichen Großverdiener ohne Perspektive – darunter Hiroki Ito, Minjae Kim oder die verliehenen Bryan Zaragoza und Sacha Boey – erweisen sich als schwer vermittelbar. Besonders brisant ist die Personalie João Palhinha: Am Portugiesen soll Benfica Lissabon interessiert sein, allerdings stehen lediglich 25 Millionen Euro Ablöse im Raum. Das entspräche einem massiven Verlustgeschäft für die Münchner. Alphonso Davies hingegen denkt aktuell offenbar gar nicht an einen Abschied und will trotz der Brown-Verpflichtung um seinen Stammplatz kämpfen.

Für Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund stehen somit Wochen der Wahrheit an. Beide müssen sich aktuell für eine Weiterbeschäftigung über das Jahr 2027 hinaus empfehlen. Eine Entscheidung über ihre Zukunft soll frühestens im November fallen. CEO Dreesen darf hingegen zeitnah mit einer Vertragsverlängerung rechnen.


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