Gefährlicher Dominoeffekt: Verliert der BVB ein Abwehr-Sextett?

Nico Schlotterbeck hat sich noch immer nicht entschieden, ob er über den Sommer hinaus beim BVB bleibt. Sein Zögern könnte einen Dominoeffekt auslösen.
Nico Schlotterbecks Zukunft ist weiter unklar
Nico Schlotterbecks Zukunft ist weiter unklar / Pau Barrena/GettyImages
facebooktwitterreddit

Die Vertragssituation um Nico Schlotterbeck hält Borussia Dortmund weiterhin in Atem. Noch immer hat sich der Innenverteidiger nicht entschieden, ob er das Angebot der Schwarz-Gelben annehmen oder im Sommer doch eine neue Herausforderung suchen will.

Der BVB hat beim Angebot dabei alle Register gezogen: Top-Verdiener des Vereins, neuer Kapitän, dazu das Gesicht aller Werbeaktionen. Die Schwarz-Gelben haben ihrem Verteidger gewissermaßen den roten Teppich ausgerollt.

Doch ob Schlotterbeck auch über eben diesen geht, steht in den Sternen. Sollte sich der 25-Jährige für einen Wechsel entscheiden, dann käme das für den BVB einer mittelschweren Katastrophe gleich. Denn Schlotterbecks Entscheidung könnte zu einem gefährlichen Dominoeffekt führen.

Quartett vor Abschied?

Die Bild berichtet, dass bei einem Abschied Schlotterbecks auch seine Verteidiger-Kollegen ins Grübeln bezüglich eines vorzeitigen Wechsels kommen. Aus BVB-Sicht wäre das der absolute Super-GAU.

Denn auch die restlichen Abwehrspieler sind begehrt. Daniel Svensson zum Beispiel ist in der Premier League beim FC Arsenal und Leeds United im Gespräch, auch Inter Mailand hat Interesse angemeldet. Die Bild spekuliert, dass er bei einer Ablöse von 30 Millionen Euro sicher weg wäre – für die genannten Vereine wäre diese Summe keine große Hürde.

Ramy Bensebaini kokettierte schon im letzten Sommer mit einem Wechsel, blieb dann jedoch bei der Borussia. Sein klares Wunschziel bleibt Frankreich, allerdings bekundet auch Galatasaray Istanbul Interesse am flexiblen Algerier.

Die geringsten Abflug-Chancen sieht die Bild bei Emre Can und Julian Ryerson. Während der amtierende Kapitän vor einer Vertragsverlängerung steht, bleibt Ryerson aufgrund seiner Arbeiter-Mentalität eine echte Identifikationsfigur innerhalb des Vereins.

Kommt es zum Super-GAU?

Dennoch ist die Zukunft aller Abwehrspieler alles andere als in Stein gemeißelt. Hinzu kommt: Der Abgang von Niklas Süle ist bereits beschlossene Sache. Wenn die Angebote stimmen, oder den Spielern die sportliche Perspektive aufgrund eines Schlotterbeck-Wechsels nicht mehr gefällt, könnten den BVB im Sommer also wirklich alle Verteidiger verlassen.

Das wäre ein absolutes Worst-Case-Szenario und würde Lars Ricken und Sebastian Kehl arg in die Bredouille bringen. Schließlich standen sie schon für die Kaderplanung in dieser Saison in der Kritik – kaum auszumalen, was passiert, sollten wirklich sechs Verteidiger den Verein verlassen.

Die Vertragsverlängerung von Schlotterbeck ist also noch wichtiger als bislang angenommen. Es bleiben spannende Wochen an der Strobelallee.


Weitere BVB-News lesen:

feed