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Für Gladbach kommt es immer dicker: Nächster Startelfkandidat fällt aus

Borussia Mönchengladbach muss gegen den VfB Stuttgart im Sturm erneut umplanen. Die Personalnot von Trainer Alexander Blessin verschärft sich.
VonThomas Wygold
Gladbach-Trainer Alexander Blessin vor seinem Team
Gladbach-Trainer Alexander Blessin vor seinem Team | Rene Nijhuis/MB Media/GettyImages

Bei Borussia Mönchengladbach reißen die schlechten Nachrichten nicht ab. Nach sechs Niederlagen in den ersten sechs Bundesligaspielen steht die Fohlenelf nicht nur sportlich mit dem Rücken zur Wand, sondern muss auch immer neue personelle Rückschläge verkraften.

Vor dem Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart am Freitagabend (20:30 Uhr) hat sich die ohnehin schon lange Verletztenliste nun um einen weiteren Startelfkandidaten verlängert. Trainer Alexander Blessin muss nach dem Ausfall von Tim Kleindienst im Angriff erneut umplanen.

Denn: Wie Blessin auf der Pressekonferenz vor dem siebten Spieltag bestätigte, muss die Borussia gegen die Schwaben auch auf Isac Lidberg verzichten. Der 28-jährige Angreifer hatte bereits bei der jüngsten 1:2-Niederlage gegen die TSG Hoffenheim angeschlagen ausgewechselt werden müssen.

Fällt verletzt aus: Isac Lidberg
Fällt verletzt aus: Isac Lidberg | Christian Verheyen/GettyImages

"Insgesamt fehlen uns neun Spieler. Isac Lidberg hat muskuläre Beschwerden", erklärte Blessin. Wie lange der Schwede ausfallen wird, ist bislang nicht bekannt.

Blessin denkt über Systemanpassung nach

Besonders bitter ist der Ausfall Lidbergs, weil mit Kapitän Tim Kleindienst bereits ein weiterer klassischer Mittelstürmer fehlt. Der 31-Jährige laboriert weiterhin an einer Muskelverletzung. Damit gehen Blessin ausgerechnet in der ohnehin schwierigen sportlichen Situation die Optionen im Angriff aus.

Könnte in die Startelf rutschen: Shuto Machino
Könnte in die Startelf rutschen: Shuto Machino | NurPhoto/GettyImages

Der Trainer muss deshalb kreativ werden. "Wir haben weitere Optionen für vorne, auch eine falsche Neun ist möglich", erklärte er. Eine naheliegende Alternative wäre Shuto Machino, der Lidberg bereits gegen Hoffenheim ersetzt hatte. "Shuto Machino hat es zuletzt ganz gut gemacht. Gegen Hoffenheim hat er versucht, Energie in die Mannschaft zu bringen. Deshalb kann er erneut eine Option sein", erklärte Blessin.

Auch Nachwuchshoffnung Iaia Danfa könnte wieder eine Rolle spielen. Blessin habe "keine Angst davor, junge Spieler ins kalte Wasser zu werfen". Youngster Danfa werde laut des Coaches erneut im Kader stehen, allerdings keine Option für die Startelf sein.

Neun Ausfälle - aber immerhin zwei Hoffnungsschimmer

Neben Lidberg und Kleindienst muss die Borussia weiterhin auf zahlreiche andere Profis verzichten. Für Nicolas Kühn und Jens Castrop kommt die Partie in Stuttgart noch zu früh, während Enzo Leopold aufgrund seiner Kreuzbandverletzung langfristig fehlt.

"Trotz der Ausfälle werden wir in Stuttgart eine schlagkräftige Mannschaft auf dem Platz haben."
Alexander Blessin

Immerhin gibt es bei einigen Spielern vorsichtig positive Nachrichten: Jan Leszczyński macht nach seiner Kniestauchung Fortschritte, auch Fritz Fleck könnte nach seiner schweren Zerrung bald zurückkehren. Zudem stehen Ko Itakura und Franck Honorat unmittelbar vor der Rückkehr ins Mannschaftstraining. "Trotz der Ausfälle werden wir in Stuttgart eine schlagkräftige Mannschaft auf dem Platz haben", versicherte Blessin.

Statt Negativrekord: Blessin glaubt an den ersten Saisonsieg

Trotz der mehr als schwierigen Personalsituation und der zahlreichen Rückschläge hält Blessin am Glauben an den ersten Saisonsieg fest. Vor allem das angeknackste Selbstvertrauen seiner Spieler will der Trainer durch intensive Trainingsarbeit und einfache Erfolgserlebnisse wieder aufbauen.

"Wir können nicht darauf warten, dass das Glück irgendwann zurückkommt, sondern müssen uns alles hart erarbeiten", betonte der 53-Jährige, vor dem Duell mit dem Champions-League-Teilnehmer aus Stuttgart: "Vielleicht können wir mit der Außenseiterrolle etwas unbeschwerter in das Spiel gehen und sagen: Wir können Stuttgart wehtun."

Dafür müsse seine Mannschaft allerdings an ihre Grenzen gehen. Andernfalls droht der Borussia bereits die siebte Niederlage im siebten Saisonspiel und damit ein historischer Negativrekord.


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