Frankfurter Defensivprobleme: Toppmöller mit deutlicher Ansage

Eintracht-Trainer Dino Toppmöller hat vor dem Spiel gegen den VfB Stuttgart klar gemacht, was er von der Defensive fordert.
Dino Toppmöller bekommt die Probleme in der Verteidigung bisher nicht bereinigt
Dino Toppmöller bekommt die Probleme in der Verteidigung bisher nicht bereinigt / KIRILL KUDRYAVTSEV/GettyImages
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Neues Jahr, alte Probleme: Auch im ersten Spiel 2026 musste Eintracht Frankfurt gegen Borussia Dortmund wieder drei Gegentore schlucken. Damit stehen die Hessen in der Bundesliga jetzt bei 33 Gegentoren in 16 Spielen, kassieren also im Schnitt mehr als zwei Gegentreffer pro Partie – viel zu viel.

Nur fünfmal spielte Frankfurt in dieser Saison bislang zu Null, fünfmal kassierte der Europa-League-Sieger von 2022 schon ein Tor in der Nachspielzeit – wie zuletzt gegen Dortmund, als Carney Chukwuemeka in der sechsten Minute der Nachspielzeit noch ausglich.

Dinge, die Trainer Dino Toppmöller auf die Nerven gehen: "Und dann geht’s mir schon auf den Keks, dass wir dann das Ding auch nicht so verteidigen, wie wir es eigentlich verteidigen müssen", sagte er angesprochen auf das dritte Gegentor gegen den BVB.

Was Toppmöller auf die Palme brachte

Denn das Gegentor entwickelte sich aus einem eigenen Einwurf. Doch weil Nnamdi Collins den sofort ins Aus warf, bekam der BVB ein letztes Mal den Ball. "Die ganze Situation startet mit einem Einwurf für uns. Und wenn du den Einwurf einfach ausführst, dann kannst du dir erstmal sehr viel Zeit lassen – bis der Schiedsrichter dich ermahnt. Und selbst wenn du dir dann mal in der letzten Minute eine Gelbe Karte einfängst, dann nimmst du aber mal Zeit von der Uhr", analysierte Toppmöller knallhart.

In dieser Situation sieht der 45-Jährige dabei ein wichtige Lektion für die Zukunft: "Ich glaube, dass das einfach ein Learning sein muss, weil es geht natürlich immer um Intensität, um Power, um die Bereitschaft. Aber dann geht’s auch um diese Spielschläue und darum, Situationen für dich eiskalt auszunutzen. Da müssen wir als Mannschaft schlauer werden."

Klares Ziel gegen Stuttgart

Am besten direkt schon gegen den VfB Stuttgart. Gegen die Schwaben hat Toppmöller auch direkt die Marschroute vorgegeben: "Wir müssen da aufs erste Tor für uns gehen und nicht wieder direkt einem Rückstand hinterherlaufen." Schließlich sei das gerade in englischen Wochen "sehr kräftezehrend".

Vor allem einen Wunsch hat Toppmöller vor dem Top-Spiel gegen den amtierenden Pokalsieger: "Am Ende geht’s drum, diese Gier, diese Griffigkeit, die wir jetzt auf den Platz gebracht haben, dass wir das auf den Platz bringen und die Dinge einfach konsequent zu Ende verteidigen müssen."

Mal sehen, ob sein Team den Worten des Trainers Folge leisten kann und gegen die Stuttgarter tatsächlich mal wieder die Null hält.


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