Der FC Bayern läuft seiner herausragenden Form aus der Vorsaison aktuell noch etwas hinterher, wie die Spiele gegen Schalke (0:0) und Elversberg (2:1) gezeigt haben. Besonders drastisch ist der Formverlust von Luis Diaz, der im Vergleich zu seiner Debütsaison in München derzeit nur wie ein Schatten seiner selbst wirkt.
Dem Kolumbianer ist durchaus anzumerken, dass er in der letzten Saison ein irres Pensum abgespult hat und auch im Sommer bei der WM aktiv war – ohne danach eine große Verschnaufpause zu bekommen. Die Konsequenz sind (vorsichtig formuliert) sehr unglückliche Auftritte zum Start der neuen Spielzeit.
"Ich finde auch, dass wir noch nicht wirklich die Bayern-Mannschaft sind, die wir in der vergangenen Saison waren. Wir sind noch nicht auf diesem Level, aber das halte ich für normal", sagte Diaz im Interview mit Sky.
"Normal, weil wir eine hohe Belastung hatten. Wir haben unglaublich viele wichtige Spiele in den vergangenen Monaten bestritten. K.o.-Spiele in der Champions League, im Pokal. Viele von uns waren danach auch noch bei der WM. Dann hast du vergleichsweise wenig Urlaub. Und dann ist es normal, dass die ersten Spiele schwerfallen können."
Diaz übt Selbstkritik und verspricht Besserung
Auf sich persönlich bezogen, zeigte sich der Ex-Liverpooler ebenfalls selbstkritisch: "Ich bin auf der Suche nach meiner besten Version und werde sie bald finden. Ich glaube, im nächsten Spiel kommt dieses Tor. Also: Man muss auch ruhig bleiben, mental, damit es einen nicht belastet. Es gilt daran zu arbeiten, sich zu verbessern. Ich weiß, dass es nur die Chancenverwertung ist. Es fehlt nur der Abschluss, und dann ist es gut."
Gleichzeitig versicherte Diaz, dass der Wille ihm "nie fehlen" werde. "Der Hunger nach mehr - das wird immer meine Mentalität sein", stellte er klar. "Ich habe immer Lust, mehr zu wollen, mehr zu holen. Egal, was gerade passiert - es kann mal sein, dass ich nicht gut spiele, dass ich das Tor nicht treffe… aber ich werde mich immer reinhängen und alles für die Mannschaft geben, 101 Prozent auf dem Platz geben. Der Rest irgendwann - nach und nach."
Der 29-Jährige, der in sechs Pflichtspielen dieser Saison erst einen Scorerpunkt vorweisen kann, ließ zudem durchblicken, dass er sich über einen Backup freuen würde – um eben ein paar Pausen zwischendurch zu erhalten. Nach dem Abschied von Arijon Ibrahimovic ist ein weiterer Linksaußen nicht mehr im Kader.
"Natürlich will ich immer spielen, ich liebe es zu spielen. Das ist normal. Aber wenn jemand da ist, der auf meiner Position helfen kann: Herzlich willkommen. Das hilft sehr, wenn die Dinge nicht gut laufen - dann ist der Mitspieler da, um dir zu helfen, und so wechselt man sich ab. Das ist sehr wichtig. Mir hätte es gefallen, aber gut, es ist nicht passiert", meinte Diaz, der glaubt, dass die bevorstehende Länderspielpause hilft, "uns mental auf das einzustellen, was in der Saison noch kommt - und das wird gut".
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