Skip to main content

Folgt der nächste Umbruch? Die Kader-Baustellen des 1. FC Köln

Der 1. FC Köln wird im Sommer wieder zahlreiche Transfers tätigen müssen, um auch in der kommenden Saison konkurrenzfähig zu sein. Wir blicken auf die Kaderbaustellen der Geißböcke.
Auf Kölns Sportchef Thomas Kessler wartet eine Menge Arbeit
Auf Kölns Sportchef Thomas Kessler wartet eine Menge Arbeit | Pau Barrena/GettyImages

Dank eines sehr erfolgreichen Saisonstarts, des überragenden Said El Mala und der schwachen Konkurrenz hat der 1. FC Köln die Klasse gehalten. So ließe sich die erste Saison der Geißböcke nach dem Aufstieg zumindest überspitzt zusammenfassen. Auch wenn die Realität natürlich vielschichtiger ist, zeigen diese harten, aber ehrlichen Erkenntnisse deutlich, dass die Kölner ein schwieriges zweites Jahr in der Bundesliga erwartet.

Zum einen muss René Wagner, der nach dem Saisonendspurt zunächst als Interimstrainer fungierte und nun das Vertrauen für eine dauerhafte Anstellung erhielt, nachweisen, dass er der richtige Coach für die Kölner ist. Zudem wird der Effzeh seinen jungen Superstar Said El Mala nach nur einem Jahr für viel Geld verkaufen und muss somit seine Lebensversicherung der abgelaufenen Saison ersetzen. Durch die Abgänge von Eric Martel, Cenk Özkacar und Kristoffer Lund sind bereits weitere Baustellen entstanden.

Kurz zusammengefasst: Die Verantwortlichen rund um Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler haben in den kommenden Wochen alle Hände voll zu tun.

Die 6 Kaderbaustellen des 1. FC Köln

1. Die Innenverteidigung

Die Innenverteidigung wird diesen Sommer stark umgekrempelt. Nachdem Cenk Özkacar, Dominique Heintz und Luca Kilian den Verein verlassen haben, rücken Jahmai Simpson-Pusey, Rav van den Berg und Timo Hübers in den Fokus. Allerdings sind alle Rechtsfuß, noch dazu kommt Hübers erst in ein paar Monaten aus einer schweren Verletzung wieder.

Kessler muss für das Abwehrzentrum also einen Linksfuß verpflichten, der das Zeug zum Stammspieler hat und idealerweise mehr Erfahrung mitbringt als Simpson-Pusey, der zuletzt klar die Nase vor dem bislang enttäuschenden van den Berg hatte.

2. Die linke Außenverteidigung

In der abgelaufenen Saison war Leihspieler Kristoffer Lund der einzige gelernte Linksverteidiger im Kader, konnte dabei aber nicht restlos überzeugen. Somit entschieden sich die Verantwortlichen trotz des Mangels an internen Alternativen, die Kaufoption des US-Amerikaners nicht zu ziehen. Somit benötigt der Effzeh nun eigentlich sogar zwei neue Spieler für die linke Abwehrseite.

3. Die rechte Außenverteidigung

Rechts hinten sieht die Lage mit Sebastian Sebulonsen als Leistungsträger mit gültigem Vertrag wesentlich entspannter aus. Doch auch der Däne benötigt einen Konkurrenten oder zumindest einen Backup. Der gelernte Offensivspieler Jan Thielmann darf auf der Rechtsverteidigerposition nicht mehr als eine Notlösung sein.

4. Die Doppelsechs

Der Abgang von Eric Martel ist nicht angenehm, aber zu verschmerzen. Mit Tom Krauß und Isak Johannesson gibt es bereits ein solides Duo fürs Mittelfeldzentrum, doch dahinter wird es dünn. Denis Huseinbasic und Felipe Chavez könnten den Klub aufgrund zu geringer Spielzeit verlassen, sie spielten zuletzt unter Wagner ohnehin keine große Rolle. Somit sollte Kessler noch mindestens einen Abräumer und einen Achter verpflichten.

5. Die Außenbahnen

Hier erwartet die Verantwortlichen die absolute Herkulesaufgabe, den Abgang von Said El Mala zu kompensieren. Dabei darf es jedoch nicht darum gehen, den 19-Jährigen adäquat zu ersetzen, sondern eine kreative Lösung zu finden, die Scorer des Youngsters auf mehrere Schultern zu verteilen.

Problematisch ist in diesem Zusammenhang, dass auch Jakub Kaminski den Verein verlassen könnte. Zwar wurde der Pole in diesem Sommer fest verpflichtet, aufgrund einer festgeschriebenen Ausstiegsklausel könnte er aber für rund 20 Millionen Euro direkt weiterziehen. El Mala und Kaminski in einem Transferfenster zu verlieren wäre der absolute Worst Case für den Effzeh.

6. Die Sturmspitze

Im Sturm konnte sich Ragnar Ache nach Eingewöhnungsproblemen im Laufe der Saison steigern, doch mit sieben Treffern hat der Angreifer noch viel Luft nach oben. Ein echter zweiter Torjäger als Konkurrent könnte Ache, inbesondere aber der gesamten Mannschaft guttun. Von Marius Bülter kam dafür zu wenig. Zwar war dieser keine große Enttäuschung, ein echter Knipser ist der Offensiv-Allrounder aber auch nicht.


Weitere Köln-News lesen:

Add us as a preferred source on Google