Flaute beendet? Das steckt hinter dem Guirassy-Aufschwung

Serhou Guirassy scheint sein Formtief überwunden zu haben. Das ist auch auf eine Veränderung im Spiel des BVB-Stürmers zurückzuführen.
Serhou Guirassy darf nun wieder häufiger jubeln
Serhou Guirassy darf nun wieder häufiger jubeln / Rene Nijhuis/MB Media/GettyImages
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Für Serhou Guirassy lief die Hinrunde alles andere als nach Plan. Der Stürmer von Borussia Dortmund steckte in einer tiefen Krise, was die Zahlen belegen: Zwischen dem vierten und dem 16. Spieltag der Bundesliga erzielte der sonst so treffsichere Guineer nur ein einziges Tor.

Mittlerweile hat sich Guirassy aus dem Formtief befreit. In den jüngsten sechs Ligaspielen gelangen dem 29-Jährigen sechs Treffer und eine Vorlage. Hinzu kommen ein weiteres Tor und ein Assist beim Playoff-Hinspiel der Champions League gegen Atalanta Bergamo (2:0). Doch wie hat es Guirassy geschafft, sich plötzlich wieder zu steigern?

Nach Ansage von Kovac und Kehl: Guirassy nun mehr im Zentrum unterwegs

Laut eines Berichts der Sport Bild ist dafür eine Anweisung von Trainer Niko Kovac und Sportdirektor Sebastian Kehl mitverantwortlich. Demnach sollte sich Guirassy weniger ins Mittelfeld zurückfallen lassen, sondern den Fokus auf den Strafraum legen. Von dort kommt ein Stürmer schließlich in die meisten Abschlusssituationen.

Auffällig ist, dass sich der Angreifer in der ersten Saisonhälfte noch deutlich häufiger auf der linken Außenbahn aufhielt und gleichzeitig kaum im gegnerischen Fünfmeterraum zu sehen war. Wie Guirassys Heatmap der vergangenen Partien zeigt, hält er sich nun viel zentraler auf. So kann er von seinen Teamkollegen besser in Szene gesetzt werden und den Abschluss suchen. Ein weiterer Beleg dafür ist, dass er alle zehn seiner Saisontore in der Bundesliga innerhalb des gegnerischen Strafraums erzielte. Die Ansage von Kovac und Kehl hat damit Früchte getragen.

Zudem soll der Stürmer einiges umgestellt haben. So soll er beispielsweise häufiger bei den Physiotherapeuten gewesen sein. Auch die Einstellung, die Guirassy an den Tag legt, ist jetzt eine andere. Aktionen wie der verweigerte Handschlag mit Trainer Niko Kovac nach seiner Auswechslung in Leverkusen Ende November sollen sich nicht wiederholen.

Für den BVB kommt Guirassys Befreiung zum perfekten Zeitpunkt, schließlich stehen nun in der Liga die beiden Hammer-Aufgaben bei RB Leipzig (Samstag, 18:30 Uhr) und gegen den FC Bayern (28. Februar) an. Die Defensivabteilungen beider Gegner dürften gewarnt sein.


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