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Finanzen, Transfers und Personal: Wie Book den BVB umbauen möchte – Bericht

Der neue Sportdirektor soll Schwarz-Gelb möglichst frühzeitig wieder Titelgewinne ermöglichen.
Ole Book
Ole Book | Christof Koepsel/GettyImages

Die Führungsetage von Borussia Dortmund erhofft sich von Ole Book einen mittel- und langfristigen Boost. Dieser Boost soll sich durch eine bessere Kaderzusammenstellung ergeben, die einerseits auf einen attraktiven Offensivfußball und andererseits auf entwicklungsfähige Spieler ausgelegt ist, von denen der Klub dann zunächst sportlich und anschließend auch finanziell profitieren kann.

Laut der Sport Bild ist es das klare Ziel von Schwarz-Gelb, so lieber früher als später auch wieder Titelgewinne feiern zu können. Damit dieser Schritt gelingt, setzt Book als neuer Sportdirektor beim Vizemeister auf verschiedene Faktoren.

Erster Vertrauensvorschuss: Book darf etwas mehr ins finanzielle Risiko gehen

Bei den Transfers wurden bereits erste Schritte gemacht. Abseits der beiden Vertragsverlängerungen mit Nico Schlotterbeck (verhandelte auch längere Zeit mit Sebastian Kehl) und Samuele Inácio, werden auch schon ersten Neuzugänge angegangen. Die Verpflichtung von Joane Gadou (knapp 20 Mio. Euro an Ablösesumme) ist bereits eingetütet, während beispielsweise auch an Kennet Eichhorn gearbeitet wird. Der 16-Jährige ist zwar längst nicht mehr unbekannt, passt aber trotzdem ins Profil des jungen, entwicklungsfähigen Spielers, der eine Mannschaft schon jetzt besser machen und später für eine Preisexplosion sorgen könnte.

Bei den finanziellen Mitteln hat Book in Dortmund wohl nicht ganz so viel Handlungsspielraum, wie man von außen vielleicht denken könnte. Dem Vernehmen nach handelt es sich um ein Startbudget von 25 Millionen Euro für den Sommer, das aber mit Einnahmen und Einsparungen erweitert werden kann.

Den Informationen der Sport Bild zufolge wurde das Budget aber schon ein Stück weit vergrößert, soll ein weiterer Transfer der Größe von Gadou doch machbar sein. Ansonsten würde Book wohl vermehrt auf Leihen mit anschließender Kaufoption setzen wollen. So soll der BVB bereits von den Spielern profitieren, wenngleich sie dann erst zum nächsten Transfer-Winter oder -Sommer fest unter Vertrag genommen werden. Bestenfalls sollen Last-Minute-Verpflichtungen der Vergangenheit angehören, ganz im Sinne der personellen wie auch sportlichen Planungen.

Borussia Dortmund v Bayer 04 Leverkusen - Bundesliga
Die Arbeit von Book wird sich nicht direkt nach der ersten Transferphase zeigen | Hendrik Deckers/GettyImages

Größere personelle Veränderung zeichnen sich zunächst nicht ab – interne Geschlossenheit soll zum Erfolg führen

Nennenswerte Veränderungen im Personal gibt es durch die Book-Anstellung offenbar nicht. Die Sport Bild nennt mit Daniel Beiderbeck lediglich einen Kehl-Vertrauten, der mit ihm den Klub verlassen hat. Im Scouting-Bereich scheint es zunächst beim bestehenden Personal zu bleiben. Mit David Blacha wird er lediglich einen Vertrauten von der SV Elversberg mitbringen. In diesem Bereich wird er seine Herangehensweise aber wohl mindestens einbringen, wenn nicht gar durchsetzen wollen. Für ihn gehört demnach auch das gleich mehrfache Anschauen der eigenen Spiele an, weil sich Book nicht ausschließlich auf die Datenbanken verlassen möchte.

Intern scheint die Zusammenarbeit mit Book bereits für mehr Geschlossenheit zu sorgen. Die Sport Bild spricht diesbezüglich von einem durch zuletzt weniger Leaks verbessertem Vertrauensverhältnis. Dazu gibt es einen regelmäßigen Austausch zwischen dem neuen Mananger und Lars Ricken, Niko Kovac und Matthias Sammer – auch jeweils einzeln. Dadurch wurde auch schon klar, dass es zur nächsten Saison bei der Dreierkette bleiben soll. So hat Book Gewissheit, welche Spielertypen er verpflichten kann und soll.


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