Der spektakuläre Aufstieg der SV Elversberg in die Bundesliga dürfte nicht nur im Saarland für große Freude sorgen. Auch beim Hamburger SV können sich die Verantwortlichen offenbar über einen satten finanziellen Bonus freuen.
Beim souveränen 3:0-Erfolg gegen Preußen Münster machten die Elversberger den historischen Aufstieg perfekt. Trainer Vincent Wagner sprach anschließend sogar von einer "Mondlandung" für den Dorfklub. Mitten drin: die beiden vom HSV ausgeliehenen Profis Immanuel Pherai und Lukasz Poreba.
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HSV profitiert von Aufstiegsklauseln
Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, gelten die Kaufoptionen für beide HSV-Profis nach dem Bundesliga-Aufstieg inzwischen als reine Formsache. Für Poreba sollen rund 1,5 Millionen Euro fällig werden, bei Pherai dürfte die Summe sogar noch etwas höher liegen.
Damit winken den Hamburgern Einnahmen von deutlich mehr als drei Millionen Euro. Doch dabei könnte es nicht bleiben.
Denn offenbar hatte HSV-Sportdirektor Claus Costa beim Verkauf von Ex-Talent Raif Adam im vergangenen Sommer zusätzliche Erfolgsprämien ausgehandelt. Die ursprüngliche Ablöse von rund 400.000 Euro könnte durch den Elversberger Aufstieg laut Bericht sogar auf etwa eine Million Euro anwachsen.
Amoako-Transfer wohl teurer
Parallel soll der erste Sommertransfer der Hamburger schon feststehen. Kofi Amoako von Dynamo Dresden wird wohl das defensive Mittelfeld in der kommenden Saison verstärken (90min berichtete). Der Zweitliga-Shootingstar lief in der abgelaufenen Saison 33 Mal für Dynamo auf, konnte dabei sogar ein Tor sowie Vorlage beisteuern und überzeugte vor allem durch seine Zweikampfstärke.
Allerdings dürfte der 21-Jährige nach dem Dresdner Klassenerhalt nun teurer werden. Wäre Dynamo abgestiegen, hätte offenbar eine deutlich niedrigere Ausstiegsklausel gegriffen. Laut Hambuger Morgenpost hätte die Ablöse dann nur bei rund 500.000 Euro gelegen.
Durch den 2:1-Sieg gegen Holstein Kiel und den gesicherten Klassenerhalt dürfte der HSV nun wohl eher zwischen ein und zwei Millionen Euro investieren müssen. Intern soll Amoako trotzdem weiterhin als echtes Schnäppchen gelten.
