Fehlt Gladbach die Qualität? Polanski "extrem sauer" über Pleite in Frankfurt

In Frankfurt musste Gladbach eine deutliche Niederlage hinnehmen. Angesichts der deutlichen Statistiken eröffnet Eugen Polanski sogar eine "Qualitätsfrage".
Eugen Polanski
Eugen Polanski / picture alliance/GettyImages
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Über die letzten Wochen hat Eintracht Frankfurt, um es vorsichtig zu formulieren, einen verwundbaren Eindruck gemacht. So hatte sich Borussia Mönchengladbach zumindest die Hoffnung ausgemalt, dass der Trainerwechsel bei den Hessen noch nicht so frühzeitig greifen und sich so eine gute Chance auf einen Auswärtssieg ergeben würde. Das Resultat: Eine 0:3-Pleite aus Sicht der Fohlenelf.

"Es ist heute komisch. Wer das Spiel nicht gesehen hat, wird sich denken: ‚Okay, da sind sie abgewatscht worden.‘ Aber das fühlte sich gar nicht so an", zeigte sich Rouven Schröder nach dem Abpfiff sogar etwas verwundert über das doch sehr deutliche Ergebnis (via RP). Auch Eugen Polanski zeigte sich deshalb "extrem sauer", weil diese Niederlage seiner Ansicht nach "extrem unnötig und vermeidbar" gewesen sei.

Polanski eröffnet die "Qualitätsfrage" bei der Borussia

Ganz grundsätzlich, so der Cheftrainer weiter, sei "alles aufgegangen, was wir uns vorgenommen hatten, sowohl mit als auch gegen den Ball". Das hatte auch zu einer für die Borussia deutlich besseren Schussstatistik geführt: 20 Schüsse gab die Polanski-Elf ab, lediglich zwölf waren es für Frankfurt. Der Unterschied jedoch: Die Eintracht erspielte sich vier Großchancen, die Gäste vom Niederrhein nicht eine einzige. Die Qualität der Abschlüsse war deutlich schwächer, weil es ab der Strafraumgrenze zu unsauber, zu langsam und zu ideenlos wurde.

Genau auf diesen Aspekt spielte auch Polanski in seinem Fazit an: "Zwischen den Sechzehnern haben wir ein gutes Auswärtsspiel gemacht und haben uns Chancen erarbeitet, sind aber zu selten mit unseren Schüssen aufs Tor gekommen." Schlussendlich sei diese Auswertung, insbesondere bei einer deutlich besseren Effizienz der Frankfurter, auch "eine Qualitätsfrage".

Die 0:3-Niederlage fühle sich also auch deshalb so "heftig" an, weil der Spielverlauf ein solches Ergebnis nicht wirklich hergegeben hatte, meinte auch Haris Tabakovic. Der Angreifer fasste die Partie wie folgt zusammen: "Wir hatten genügend Chancen, aber die Frankfurter haben es gut gemacht und sich reingeworfen, vieles geblockt. Wir haben das defensiv eben nicht gemacht, so schießt die Eintracht auch Weitschusstore. Das war der Unterschied."


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