Sein erstes Jahr beim 1. FC Nürnberg hatte sich Ayoub Chaikhoun sicherlich anders vorgestellt. Der Marokkaner war im vergangenen Sommer aus der U19 von Eintracht Frankfurt zum FCN gewechselt, in der Hoffnung, dort den Durchbruch im Profigeschäft zu schaffen. Seine bisherige Bilanz sieht mit nur 76 Einsatzminuten in der 2. Bundesliga jedoch enttäuschend aus.
Sein Berater Mo Amami hatte schon vor zwei Wochen mit einem Abschied seines Schützlings kokettiert (90min berichtete), nun legt er nochmal nach - und ledert dabei auch gegen Trainer Miroslav Klose.
"Aus unserer Sicht wurde Ayoub in den letzten Wochen sportlich und menschlich in eine Situation gebracht, die für seine Entwicklung und seine Karriere nicht mehr tragbar ist. Das Vertrauen in die Zusammenarbeit mit Trainer Miroslav Klose ist nachhaltig beschädigt", meckerte Amami im Gespräch mit der Bild.
Chaikhoun will weg
"Unter diesen Umständen macht es aus unserer Sicht keinen Sinn mehr, den gemeinsamen Weg fortzuführen", stellte der Berater klar. "Wir prüfen daher alle Optionen, um eine kurzfristige und für beide Seiten faire Lösung zu finden."
Obwohl Chaikhouns Vertrag beim FCN noch bis 2029 läuft, scheint das Spielerlager die Zukunft ganz offensichtlich nicht in Nürnberg zu sehen. Warum genau das Vertrauen zu Klose "nachhaltig beschädigt" wurde, wollte der Berater trotz mehrmaliger Nachfrage der Bild nicht verraten. Dafür hielt Amami fest, dass es "reichlich" Interessenten gebe, die Chaikhoun entweder per Leihe oder sogar auf fester Basis verpflichten möchten.
Dass der Youngster mit seinem Management derart für Stunk sorgt, dürfte die Verantwortlichen des FCN überraschen. Schließlich hatte Sportvorstand Joti Chatzialexiou bei der Verpflichtung noch betont, dass er und Jerome Polenz (Kloses Co-Trainer) den Youngster "bereits seit einigen Jahren" kennen.
