FCN in der 3. Liga? Club verkündet Entscheidung für die U23-Lizenz

Die U23 des 1. FC Nürnberg könnte als Regionalliga-Meister in die 3. Liga aufsteigen. Doch der Club will gar nicht erst die Lizenz beantragen. Sportvorstand Joti Chatzialexiou erklärt, warum.
FCN-Sportvorstand Joti Chatzialexiou
FCN-Sportvorstand Joti Chatzialexiou / picture alliance/GettyImages
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In der 2. Liga befindet sich der 1. FC Nürnberg mit Platz acht im Niemandsland der Tabelle. Die leisen Aufstiegshoffnungen in Franken vor Saisonbeginn wurden schon mit dem verpatzten Start ad acta gelegt. Mittlerweile hat sich die junge Mannschaft von Trainer Miro Klose immerhin stabilisiert, auch wenn sieben Punkte Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsrang auch ein wenig trügerisch sein können.

Dass der FCN nochmals unten reinrutscht scheint aber ziemlich ausgeschlossen zu sein. Der Blick nach oben lohnt sich angesichts von 14 Punkten Rückstand auf Rang drei ebenfalls nicht.

Viel eher lohnt sich dieser für die U23 in der Regionalliga Bayern. Dort ging die zweite Club-Mannschaft nämlich als Tabellenführer in die lange Winterpause. Am kommenden Freitag starten die FCN-Bubis nun direkt mit einem Kracher in den zweiten Teil der Saison. Der Tabellendritte Würzburger Kickers ist zu Gast. Wie der Zweitplatzierte Unterhaching haben auch die Kickers sieben Zähler Rückstand auf die U23 der Nürnberger.

FCN nennt Kosten, Stadion & Ausbildungskonzept als Gründe für Entscheidung

Doch trotz der greifbaren Meisterschaft wird kommende Saison am Valznerweiher kein Drittliga-Fußball gespielt werden. Wie FCN-Sportvorstand Joti Chatzialexiou in einer offiziellen Vereinsmitteilung erklärte, werden die Franken keine Lizenz für die zweite Mannschaft für Liga drei beantragen. Zu diesem Schritt habe man sich "aufgrund infrastruktureller, wirtschaftlicher Themen sowie des bisherigen Ausbildungskonzeptes" entschieden, heißt es von Vereinsseite.

"Wir haben die Mannschaft sowie den DFB bereits über unsere Entscheidung informiert."

Joti Chatzialexiou (Bild)

Chatzialexiou führt aus: "Wir alle streben nach maximalem sportlichen Erfolg. Ein Aufstieg in die dritte Liga hätte jedoch auf mehrere Bereiche weitreichende Implikationen gehabt. Wir könnten die Spiele nicht mehr auf dem Max-Morlock-Platz austragen, sondern müssten mit einer dritten Mannschaft im Stadion oder in einer alternativen Spielstätte spielen."

Und weiter: "Uns als Verein ist wichtig zu betonen, dass wir stolz und sehr glücklich darüber sind, uns diese Gedanken überhaupt gemacht haben zu dürfen. Denn das bestätigt eindrucksvoll, wie gut im Club-Nachwuchs gearbeitet wird. Wir haben bereits bewiesen, dass unser bestehendes Ausbildungskonzept in der Regionalliga gut funktioniert, welches wir nun auch so weiterführen werden."

Cheftrainer Andreas Wolf betonte derweil, dass seine U23 dennoch hoch motiviert in die Rückrunde geht und die Meisterschaft klarmachen möchte. Zunächst durch ein gutes Ergebnis im Spitzenspiel gegen die Kickers: "Wir möchten Würzburg in der Tabelle auf Distanz halten und den Abstand weiter erhöhen. Die Mannschaft ist hoch motiviert und wir werden sicherlich vor vielen Club-Fans ein gutes Spiel auf den Platz bringen."


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