FCN-Boss über verpasste Transfers und die Klose-Frage
Von Jan Kupitz

Der 1. FC Nürnberg ist mit vier Punkten ins neue Jahr gestartet - eine solide Bilanz. Vor allem der 3:2-Sieg über Aufstiegskandidat Elversberg sorgte für Freude.
Doch bei den Franken ist längst nicht alles gut. Denn die Winter-Transferperiode war nicht so, wie man sich das in Nürnberg vorgestellt hatte. Und auch die ausbleibende Vertragsverlängerung von Miroslav Klose, der nach aktuellem Stand nur noch bis Saisonende gebunden ist, sorgt für Irritationen. Sportvorstand Joti Chatzialexiou bezog nun Stellung.
Gegenüber fcn.de gestand Chatzialexiou, dass "sicherlich nicht alles aufgegangen" sei, "was wir uns vorgestellt haben". Insgesamt sei es dennoch "eine gute Transferphase" gewesen, so der Sportchef.
"Wichtig ist, dass wir mit Rabby Nzingoula den Abgang von Demba Diop ersetzen konnten. Gegen Ende der Transferperiode mussten wir durch die Abgänge von Ondrej Karafiat, Tim Drexler und Robin Knoche natürlich in der Abwehr noch einmal reagieren. Wir sind froh mit Styopa Mkrtchyan eine gute Lösung gefunden zu haben. Mit Javier Fernandez haben wir zudem noch einen sehr spielintelligenten und talentierten Spieler dazubekommen, der unsere Optionen im Mittelfeld erweitert."
Dazu hob Chatzialexiou die Nachwuchskräfte Piet Scobel und Marko Soldic hervor, die sich "seit der Wintervorbereitung sehr hervorgetan" haben und die man nun "weiter stärken" möchte.
"Wir haben den Kader etwas verkleinert, weil es Marktchancen dazu gab. Im Sommer haben wir uns früh darum bemüht, junge Talente in unsere Reihen zu holen. Das waren viele Transfers mit Perspektive. Nach ihrem ersten halben Jahr Arbeit mit unserem Trainerteam haben viele bereits einige Schritte gemacht und haben jetzt die Chance, oben anzuklopfen, daher war die Anzahl der Abgänge jetzt im Winter schlussendlich auch möglich", begründete Chatzialexiuo, warum es mehr Ab- als Zugänge gab.
Chatzialexiou erklärt gescheiterte Pherai-Verpflichtung
Klar ist aber auch, dass die Nürnberger sehr gerne noch einen weiteren Neuzugang an Bord geholt hätten: Immanuel Pherai, mit dem die Franken auch schon einig waren. Schlussendlich ging der Spielmacher jedoch zur SV Elversberg. "Wir haben am späten Sonntagabend erfahren, dass es nicht klappt. Wir waren mit dem Spieler klar, doch es gab die Abhängigkeit vom HSV. Dort haben die Trainer einen Wunsch geäußert und es kam zum Tausch mit Otto Stange. Vielleicht ergibt sich im Sommer eine neue Möglichkeit bei Pherai", wird der 49-Jährige von der Bild zitiert.
Klose-Entscheidung soll zeitnah fallen
Darüber hinaus sprach Chatzialexiou über die Zukunft von Miro Klose, dessen Verlängerung eigentlich schon längst eingetütet sein sollte. "Ich habe mit Miro eine Absprache. Die kennen wir beide. Der eine hat mehr Geduld, der andere weniger", so der Sportchef, der davon ausgeht, dass die Personalie in diesem Monat entschieden sein wird.
"Wichtig ist, dass es in der Mannschaft keine Unruhe verursacht, im Trainerteam keine Unruhe verursacht und bei uns keine Unruhe verursacht. Und das ist im Moment der Fall", führte Chatzialexiou aus. "Und solange das so ist, obliegt es uns, wann wir eine Entscheidung kommunizieren. Es gibt aus meiner Sicht keinen Knackpunkt."
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