Mit einem Dreierpack zum Saisonstart in die 2. Bundesliga hat Mohamed Ali Zoma eindrucksvoll seine herausragende Torjäger-Qualität und gleichzeitig seine immense Bedeutung für den 1. FC Nürnberg unterstrichten. Der 22 Jahre alte Angreifer führte das Team von Trainer Miroslav Klose mit seinen drei Toren (9., 45.+3, 75.) fast im Alleingang zum 3:0-Sieg gegen Dynamo Dresden - und dürfte damit die Liste an interessierten Klubs nicht gerade verkleinert haben.
Die auf dem Transfermarkt ohnehin schon heiß gehandelte Aktie Zoma hat noch einmal an Wert zugelegt. Können die Franken ihren Top-Stürmer halten, oder flattert in den Wochen bis Ende August noch ein Angebot herein, das Nürnbergs Sportlicher Leiter Joti Chatzialexiou nicht ablehnen kann? Chatzialexiou und auch Zoma selbst machten den Club-Fans nach dem Auftaktsieg gegen Dresden zumindest Hoffnung auf einen Verbleib Zomas.
"Warum nicht?", antwortete Zoma nach seiner Gala-Vorstellung am Sky-Mikrofon lächelnd auf die Frage, ob er sich vorstellen kann, weiter für Nürnberg auf Torejagd zu gehen. Von dem Rummel um seine Person wollte er zudem nichts wissen. "Ich fühle mich sehr gut hier, ich fokussiere mich auf Nürnberg. Wir haben nächste Woche ein Derby, für den Moment fokussiere ich mich nur darauf", betonte Zoma, der in der vergangenen Zweitligasaison mit 14 Toren und fünf Vorlagen bereits der Top-Scorer der Nürnberger war.
Kein Verkaufsdruck beim Club
Chatzialexiou trat mit Blick auf mögliche Angebote und eine nötige Ablösesumme indes betont selbstbewusst auf. "Ich diskutiere keine Summen. Wir wissen, was wir an ihm haben und die anderen wissen auch, wie viel er uns wert ist", sagte der 50-Jährige. Finanziellen Druck habe der Club nicht. "Wir wollen mit einer schlagkräftigen Truppe in die Saison gehen", sagte
Chatzialexiou: "Wir haben wirtschaftliche Stabilität und dementsprechend gehen wird die nächsten Wochen an."
Der Marktwert des in Italien geborenen Zoma, der vor fast genau einem Jahr von UC AlbinoLeffe für eine kolportierte Ablöse von rund 800.000 Euro nach Nürnberg gewechselt war, wird auf acht Millionen Euro taxiert. Die Schmerzgrenze der Nürnberger liegt mit 20 Millionen Euro allerdings noch einmal deutlich höher, wie Aufsichtsratschef Peter Meier vor wenigen Tagen gegenüber den Nürnberger Nachrichten erklärte.
Interessenten gibt es dem Vernehmen nach vor allem aus Italien, Frankreich und Belgien. Laut des internationalen Transferexperten Ekrem Konur sollen Parma, Monza, Lens, Paris FC, Club Brügge und Royal Antwerpen dazugehören.
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