Nathaniel Brown hat im Trainingslager am Tegernsee schon seine ersten Trainingseinheiten für seinen neuen Klub absolviert. Am Mittwochnachmittag wurde der 23-Jährige dann auch auf einer Pressekonferenz offiziell als Bayern-Neuzugang vorgestellt.
Für rund 50 Millionen Euro Ablöse hatte sich der Rekordmeister den achtfachen deutschen Nationalspieler aus Frankfurt geschnappt. Der gebürtige Amberger hat in München für fünf Jahre bis 2031 unterschrieben.
"Es ist etwas Besonderes für mich, weil ich aus Bayern komme. In Amberg sind auch alle Bayern-Fans, das ist verrückt, dass ich jetzt schon hier bin."Nathaniel Brown über seinen FCB-Wechsel
Flexibel einsetzbar
Der nominelle Linksverteidiger war für die Bayern und Trainer Vincent Kompany der absolute Wunschkandidat für die Defensive, weil Brown mehrere Positionen abdecken kann. Der 23-Jährige kann auch rechts verteidigen, noch offensiver auf dem Flügel spielen und vor allem auch im Zentrum agieren. "Ich habe in der vergangenen Saison auch viel im Zentrum gespielt, da fühle ich mich auch sehr wohl. Aber ich kann natürlich auch außen spielen, das geht beides", erklärte Brown auf der PK.
Sportvorstand Max Eberl lobte: "Nene kommt aus Amberg, er kommt aus Bayern. Spätestens bei der WM hat man gesehen, was er kann. Er hat sich bei Frankfurt trotz des Drucks sehr gut entwickelt. Er hat eine hohe Spielintelligenz. Ihm gehört die Zukunft. Als sich die Chance aufgetan hat, mussten wir zuschlagen. Er ist unglaublich flexibel, er kann verschiedene Positionen spielen."
Bayerns neue Nr. 11

Auf der PK wurde am Mittwoch auch die Trikotnummer des Neuzugangs präsentiert. Im Netz kursierten zuvor schon Leaks aufgrund einer vermeintlichen Panne im Bayern-Fanshop. Brown wird in München künftig mit der Nummer 11 spielen. Keine allzu gewöhnliche Nummer für einen nominellen Linksverteidiger.
Im Profibereich war Brown zuvor für Nürnberg und Frankfurt mit der 35, 27 und 21 aufgelaufen. Für die deutsche A-Nationalmannschaft trug er bisher die 18.
Olise wollte die 11 nicht
Ehe die Bayern Brown die 11 gaben, hatte man übrigens Michael Olise gefragt, ob er künftig von der 17 auf die 11 wechseln wolle und dieselbe Nummer wie in der Nationalmannschaft tragen wolle. "Wir sind während der WM ständig mit Michael in Kontakt geblieben. Wir haben ihn gefragt, ob er die Nummer 11 tragen möchte, wie bei der Nationalmannschaft, aber er wollte bei Nummer 17 bleiben", erklärte Eberl.
Allein von der Position her hätte die 11 auch besser zum zweiten Sommer-Neuzugang der Bayern gepasst. Offensiv-Allrounder Ismael Saibari wird für die Bayern aber wie schon zuvor für die PSV Eindhoven mit der 34 spielen.
Eberl-Klartext: Keine Neuzugänge mehr – aussortiertes Trio soll gehen
"Ich musste über die Namen lächeln, die mit uns in Verbindung gebracht wurden. An diesen Gerüchten ist null Prozent Wahrheit dran."Eberl über die Transferpläne
Bei Brown und Saibari soll es diesen Sommer in Sachen Verpflichtungen auch bleiben, betonte Eberl am Mittwoch und bestätigte damit die kursierenden FCB-Pläne erneut deutlich: "Ich habe jedes Mal gelächelt, wenn ich diesen Sommer Transfergerüchte gelesen habe. Wir haben die Transfers von Nene Brown und Ismael Saibari sehr schnell abgeschlossen. Ich dachte, es sei klar, dass wir bei Neuzugängen fertig sind. Ich musste über die Namen lächeln, die mit uns in Verbindung gebracht wurden. An diesen Gerüchten ist null Prozent Wahrheit dran."
"Sie haben keine Zukunft bei Bayern."Eberl über Boey, Palhinha & Zaragoza
Für den Doublesieger geht es bis Anfang September viel eher darum, konkret drei Verkaufskandidaten loszuwerden. Auch das bekräftige Eberl nochmals: "Wir haben drei Spieler, bei denen wir offen für ein Weggang sind. Sie haben keine Zukunft bei Bayern. Wenn sie bei uns bleiben wollen, wird es hart, weil wir nicht mit ihnen planen. Dann spielen sie keine Rolle. Das gilt für Sacha Boey, Joao Palhinha und Bryan Zaragoza."
