Die heikle Lage im Tor des FC Bayern München entspannt sich etwas! Wie Vincent Kompany auf der Pressekonferenz am Dienstag bestätigte, kann Jonas Urbig am Mittwoch gegen Atalanta Bergamo im Normalfall spielen. Der Keeper hat sich somit rechtzeitig von seiner Gehirnerschütterung, die er im Hinspiel gegen die Italiener erlitten hat, erholt.
Zuletzt hatte es rund um die Torhüter des FC Bayern große Fragezeichen und Sorgenfalten gegeben. Manuel Neuer wird dem Rekordmeister erst nach der Länderspielpause wieder zur Verfügung stehen, dazu erlitt Sven Ulreich am vergangenen Wochenende - bei seinem ersten Einsatz seit eineinhalb Jahren - eine Muskelverletzung, die ihn für mehrere Wochen außer Gefecht setzen wird.
"Wenn alles normal läuft, wird Jonas [Urbig] von Beginn an spielen."Vincent Kompany
Da mit Leon Klanac auch die etatmäßige Nummer vier verletzt ist, hätte bei einem Urbig-Ausfall der 16-jährige Leonard Prescott gegen Atalanta ins Tor gemusst, wie Kompany bestätigte. Für den Deutsch-Amerikaner wäre es sein Profidebüt gewesen. Durch Urbigs rechtzeitige Genesung muss dieses Debüt erstmal warten.
"Ich freue mich, dass Manu wieder im Mannschaftstraining ist und dass Jonas normal trainiert hat. Die Entscheidung wird rein medizinischer Natur sein. Wenn alles normal läuft, wird Jonas von Beginn an spielen", so das Statement des Belgiers. "Und wenn nicht, werden wir eine andere Lösung finden - und das werden wir auch machen."
Diese "andere Lösung" würde Prescott heißen, wie Kompany ebenfalls bestätigte. Bauchschmerzen, den Teenager ins Tor zu stellen, hätte der FCB-Coach nicht: "Er ist sehr ruhig. Sollte er morgen spielen müssen, erhält er unsere volle Unterstützung. Wir haben viele gute Spieler, die ihm helfen werden. Und es wird hier nie einen jungen Spieler geben, der unter Druck steht. Was auch immer passiert: Wir haben vollstes Vertrauen in ihn."
Abseits der Torhüter muss Kompany im Champions-League-Rückspiel noch auf die verletzten Alphonso Davies und Jamal Musiala verzichten. Dazu fehlen Michael Olise und Joshua Kimmich aufgrund ihrer Gelbsperren. Nach dem 6:1-Erfolg im Hinspiel sollte aber auch ohne die Stars nicht mehr viel anbrennen.
