FC Bayern stolz auf Bundesliga-Fabelrekord - Warum Kompany dennoch im Zwiespalt ist
Von Yannik Möller

Trotz des zwischenzeitlichen Rückstandes konnte der FC Bayern am Mittwochabend auch das Auswärtsspiel beim 1. FC Köln gewinnen. Schlussendlich beendete der deutsche Rekordmeister die Hinrunde mit einem 3:1-Erfolg, bei dem Serge Gnabry, Min-jae Kim und Lennart Karl die Treffer erzielten.
Mit diesem Auswärtssieg haben die Münchener sogar einen neuen Rekord in der Bundesliga aufgestellt. Die Bilanz: 17 Spiele, davon 15 Siege, 47 Punkte mit einer Tordifferenz von 53 im Plus (66 zu 13). Es ist ein neuer Hinrundenrekord, den sich der Klub sogar selbst abgenommen hat: Mit der gleichen Punkteausbeute, jedoch mit einer Tordifferenz von lediglich plus 35, war der FCB in der Saison 2013/14 der bisherige Hinrunden-Primus. Damals stand ein gewisser Pep Guardiola an der Seitenlinie.
FCB freut sich über neuen Rekord - Kompany im Zwiespalt
"Das ist ein innerer Konflikt mit meiner Mentalität, dass wir mitten in der Saison schon über einen Rekord jubeln, weil es kein Titel ist."
- Vincent Kompany
"Das fühlt sich gut an, mit dem Rekord heute umso besser. Das war ein wichtiger Sieg bei einem schwierigen Gegner", kommentierte Gnabry nach der Partie bei Sky. Der Offensivspieler, der den 1:1-Ausgleich erzielt hatte, führte aus: "Wir wussten, wenn wir geduldig bleiben, unser Spiel spielen, dann gehen die Räume irgendwann auf. Im Moment schaffen wir es, auch bei Rückschlägen unserem Spiel treu zu bleiben. Wir wissen, wir haben eine enorme Qualität."
Vincent Kompany hingegen wusste nicht wirklich, wie er mit diesem neuen Rekord umgehen soll. Für ihn brachte er sogar einen Zwiespalt auf, wie er auf der anschließenden Pressekonferenz erklärte: "Das ist ein innerer Konflikt mit meiner Mentalität, dass wir mitten in der Saison schon über einen Rekord jubeln, weil es kein Titel ist."
Dennoch zeigte er sich angesichts dieses Meilensteins sehr stolz auf seine Mannschaft: "Es ist so unfassbar schwierig, egal welchen Rekord zu erzielen in diesem Verein oder in der Bundesliga. Deswegen sage ich den Jungs: 'Gratulation, das habt ihr geschafft.'" Weil es aber schon am Wochenende weitergeht und das Auswärtsspiel bei RB Leipzig den Start in die Rückrunde einläutet, werde nun alles wieder "bei null" starten, so Kompany weiter.
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Eberl "gibt schon etwas auf Rekorde"
"Bei Bayern München Rekorde zu erzielen heißt, du musst etwas außergewöhnliches leisten."
- Max Eberl
Doch bevor dieser zwischenzeitliche Meilenstein wieder im Fokus auf das Duell mit Leipzig am Samstagabend verschwindet, lobte auch Max Eberl das Team für diese Ausbeute. "Der Rekord spricht, glaube ich, für sich. Wir hatten noch nie so viele Tore, noch nie so viele Punkte."
Gegenüber Sport1 betonte er, diesen Rekord auch nicht kleinreden zu wollen: "Wir geben schon etwas auf Rekorde. Bei Bayern München Rekorde zu erzielen heißt, du musst etwas außergewöhnliches leisten." Zwar werde man darauf "nicht viel anstoßen", doch wollte der Sportvorstand diesen kleinen Erfolg, wenngleich er keinen Titel bedeutet, nicht unter den Tisch fallen lassen. Für ihn persönlich ist es natürlich auch eine Anerkennung, immerhin hat die Mannschaft diesen Rekord mit dem Cheftrainer erzielen können, für den er sich so sehr eingesetzt hatte.
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