FC Bayern muss um Verbleib von Torwart-Juwel zittern
Von Simon Zimmermann

Der 16-jährige Leonard Prescott ist im Tor der Bayern-Junioren eine Erscheinung. 1,96 Meter misst der gebürtige New Yorker, der auch für die deutsche U17-Nationalmannschaft zwischen den Pfosten steht. Im Nachwuchs des Rekordmeisters kommt der Youngster regelmäßig für die U19 in der DFB-Nachwuchsliga und der UEFA Youth League zum Einsatz.
2023 hatten die Münchner Prescott ablösefrei aus der Jugend von Union Berlin an den Campus geholt. Aktuell läuft sein Vertrag beim FC Bayern bis Sommer 2027. Die FCB-Verantwortlichen dürften auf eine zeitnahe Verlängerung hoffen. Auch deshalb, weil Prescott nach tz-Informationen bei namhaften Vereinen auf der Liste steht, die "ihr Interesse schon bei Prescotts Eltern hinterlegt" haben sollen.
Beraten wird Prescott derweil von der 'Rummenigge Sport Marketing GmbH', die zahlreiche Nachwuchskicker des FC Bayern unter Vertrag hat - unter anderem Hannover-Leihgabe Noel Aseko, Felipe Chavez, der kürzlich zum 1. FC Köln wechselte und Arijon Ibrahimovic, der mittlerweile für den 1. FC Heidenheim spielt.
Prescott will bald auf Profi-Niveau spielen
Die tz beschreibt Prescott derweil als "reflektiert". Dem Keeper-Juwel gehe es um die sportliche Perspektive. Um sich bestmöglich weiterentwickeln zu können hoffe er auf baldige Einsatzzeiten auf Profi-Niveau. In München wäre das vorerst wohl weiter nur in der U19 oder in der zweiten Mannschaft in der viertklassigen Regionalliga möglich.
Für die Bayern spricht allerdings, dass Prescotts großes Vorbild Manuel Neuer heißt. Mit diesem darf er bereits jetzt schon regelmäßig bei den Profis trainieren. Die Zukunft des FCB-Kapitäns ist aktuell noch offen. Erst im Frühjahr soll eine Entscheidung näher rücken, ob Neuer seine Karriere fortsetzt und seinen Vertrag in München nochmals um ein Jahr verlängert.
Doch egal ob Neuer bleibt oder die Handschuhe an den Nagel hängt: Realistisch ist ein Profi-Durchbruch für den 16-jährigen Prescott beim FC Bayern in naher Zukunft natürlich noch nicht. Vielmehr könnte er bei einer Vertragsverlängerung früher oder später den Weg über eine Leihe gehen.
Oder aber, er entscheidet sich für einen anderen Klub. Wollen die Bayern in diesem Fall mehr als eine Ausbildungsentschädigung, müsste kommenden Sommer ein Verkauf stattfinden. Dass es dazu kommt, scheint aber trotz des Interesses "namhafter Klubs" eher unwahrscheinlich. Vielmehr dürfte man in München auch ohne vorzeitige Verlängerung das Risiko eingehen, mit Prescott ins letzte Vertragsjahr zu gehen.
Torwart-Juwel "ohne wirkliche Schwächen"
Dessen Vorzüge werden von der tz sehr gelobt: Prescott sei "spielstark, hat gute Reflexe und strahlt schon jetzt eine Präsenz im Tor aus, die selbst ältere Campus-Kollegen gerne hätten". Zudem zeige er bereits eine große Reife. Insider würden behaupten, dass der 16-Jährige keine wirklichen Schwächen habe.
Klingt also nach einem großen Torhüter-Juwel, das beste physische Voraussetzungen besitzt. Der Hüne könnte tatsächlich ein Versprechen für die Zukunft im FCB-Kasten sein - vorausgesetzt, er sieht das auch so.
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