Bayern erklärt: Warum Gnabry bleibt und Goretzka gehen muss

Zwei langjährige Leistungsträger, zwei sehr unterschiedliche Entscheidungen. Beim FC Bayern ist klar geworden, warum Serge Gnabry bleiben darf und Leon Goretzka gehen muss.
Goretzka und Gnabry mit unterschiedlicher Zukunft
Goretzka und Gnabry mit unterschiedlicher Zukunft / Marcel Engelbrecht - firo sportphoto/GettyImages
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Nach außen betrachtet verliefen die vergangenen Jahre für Serge Gnabry und Leon Goretzka erstaunlich ähnlich. Beide galten lange als feste Säulen, verdienten Spitzengehälter im Kader und mussten zuletzt sportlich ins zweite Glied rücken. Dennoch hat der FC Bayern nun eine klare Linie gezogen: Gnabry verlängert bis 2028, Goretzka wird den Klub im Sommer verlassen.

Warum Gnabry weiterhin gebraucht wird

Trainer Vincent Kompany machte deutlich, welchen Stellenwert Gnabry intern noch immer besitzt. Dabei geht es längst nicht mehr nur um Tore oder Startelfeinsätze, sondern um Verantwortung, Erfahrung und Einfluss innerhalb der Mannschaft: "Serge hat immer wieder mit seinen Leistungen gezeigt, was er auch in der Zukunft bringen kann für uns. Vielleicht wird manchmal ein bisschen unterschätzt, was seine Rolle in der Kabine ist. Er ist jetzt 30 und hat eine andere Rolle, die genauso wichtig für uns ist, nicht nur auf dem Platz, sondern auch neben dem Platz. Er weiß auch, dass ich seine Rolle so schätze."

Gerade für die Kaderstabilität ist dieser Punkt entscheidend. Gnabry bringt Variabilität für mehrere Offensivpositionen mit und gilt als wichtiger Faktor in der Kabine. Auch Sportvorstand Max Eberl ordnete die Verlängerung entsprechend ein: "Das sind am langen Ende kaderpolitische Entscheidungen. Wir haben uns einfach auf der Position entscheiden müssen und haben bei Serge die Verlängerung erreichen wollen. Das haben wir Gott sei Dank geschafft. Darüber sind wir sehr glücklich, weil Serge ein wichtiger Spieler für den FC Bayern ist, sowohl auf als auch neben dem Platz."

Warum sich die Wege mit Goretzka trennen

Im Mittelfeld stellt sich die Situation deutlich anders dar. Die Konkurrenz ist groß, der Umbruch bereits eingeleitet. Junge, entwicklungsfähige Spieler drängen in den Kader, während die Rolle von Joshua Kimmich gesetzt bleibt. Für einen hoch dotierten Routinier fehlt langfristig der Platz.

Auch hier gab Eberl klare Einblicke in die Verhandlungen: "Im Mittelfeld haben wir ein starkes Personal. Wir haben mit Leon offene und transparente Gespräche geführt, gerade auch vor Ende der Winter-Transferperiode. Am Ende hat man sich darauf verständigt, dass man im Sommer getrennte Wege geht."

Unterm Strich wirken die Entscheidungen konsequent. Bayern behält mit Gnabry einen vielseitigen Führungsspieler für die Offensive und schafft mit dem Abgang Goretzkas Raum für die nächste Generation im Mittelfeld.


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