Bericht: Die genauen Zahlen und Details zur Upamecano-Verlängerung
Von Yannik Möller

Zuletzt konnte der FC Bayern übereinstimmenden Berichten zufolge einen wichtigen Durchbruch in den Verhandlungen mit Dayot Upamecano erzielen. Noch im Laufe des Januars und damit in den nächsten Wochen soll der Abwehrspieler seinen Vertrag beim deutschen Rekordmeister verlängern (90min berichtete). Ein ablösefreier Abschied zur nächsten Saison wäre damit vom Tisch.
Inzwischen sind auch mehr Details zu dieser bevorstehenden Vertragsverlängerung ans Licht gekommen. Die zumeist sehr zuverlässige und insbesondere in Angelegenheiten um französische Spieler gut informierte L'Equipe etwa berichtet, dass die Unterschrift und die Bekanntgabe schon innerhalb der nächsten Tage erfolgen sollen.
Dann verlängert Upamecano seinen Bayern-Vertrag auch ganz offiziell, entweder bis 2030 oder 2031. Sein Gehalt wird auf bis zu 20 Millionen Euro pro Jahr steigen, womit er zu den Spitzenverdienern bei den Münchenern aufsteigen würde. Angesichts seiner jüngeren Leistungen kommt dieser Schritt wohl auch verdientermaßen, insbesondere im Vergleich mit anderen Spielern, die kaum mehr mit Topleistungen in diesem Gehaltsbereich glänzen.
Finanziell wird sich die Vertragsverlängerung für den Innenverteidiger aber auch wegen eines Unterschriftsbonus' lohnen. Dieser soll etwa 20 Millionen Euro betragen. Eine Summe, die Upamecano also bloß für die Verlängerung ausgezahlt bekommen wird. Immerhin wäre sein aktuelles Arbeitspapier zum Saisonende ausgelaufen. Bei noch mindestens einem Restjahr wäre ein solcher Unterschriftsbonus kein Thema gewesen.
Die Modalitäten der umstrittenen Ausstiegsklausel
Besondere Aufmerksamkeit galt und gilt jedoch der Ausstiegsklausel, die sich Upamecano in seinen neuen Vertrag hat verhandeln lassen. Bereits die Zustimmung der Bayern-Verantwortlichen zu einer solchen Klausel hatte zwischenzeitlich für Diskussionsstoff bei den Fans gesorgt.
Die Rahmenbedingungen sehen laut L'Equipe wie folgt aus: Die Klausel greift bereits zum Sommer 2027 und damit zum Ende der nächsten Saison. Ab diesem Zeitpunkt könnte Upamecano den FCB für eine festgeschriebene Summe von 65 Millionen Euro verlassen. Verhandlungen zwischen den Vereinen würde es dann gar nicht erst geben, sollte ein Interessent diese Summe bezahlen wollen.
Zur ganzen Wahrheit gehört aber: Auch heute noch sind 65 Millionen Euro für einen Innenverteidiger eine vergleichsweise hohe Summe, wenngleich schon andere Spieler dieser Position für größere Ablösesummen transferiert wurden. Damit diese Summe aber mindestens mal gerechtfertigt wäre, müsste ein bis zum Sommer 2027 dann fast 29-jähriger Upamecano über die nächsten anderthalb Jahre konstant auf einem sehr hohen Niveau spielen - und das verletzungsfrei.
Nur in einem solchen Szenario werden die 65 Millionen Euro zu einer Summe, über die sich der FC Bayern womöglich noch ärgern wird. Ansonsten bleibt diese Ausstiegsklausel in finanzieller Hinsicht eher eine Hürde, als eine offene Tür.
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