Dass Joao Palhinha, Bryan Zaragoza und Sacha Boey den FC Bayern München in diesem Sommer noch verlassen sollen, ist längst kein Geheimnis mehr. Kurz vor dem Ende des Transferfensters kommt etwas Bewegung in die Personalien.
Während sich bei einem der drei Verkaufskandidaten konkrete Interessenten herauskristallisieren, gestaltet sich die Suche nach einer Lösung bei den beiden anderen weiterhin schwierig.
Palhinha bleibt heißes Verkaufsthema
Die größten Chancen auf einen zeitnahen Abschied bestehen derzeit bei Joao Palhinha. Obwohl sich der Portugiese in der Vorbereitung engagiert präsentiert und zuletzt gegen Jeju SK sogar eine Torvorlage beisteuerte, spielt er in den Planungen der Bayern offenbar keine entscheidende Rolle.

Nach Informationen der portugiesischen Zeitung A Bola arbeitet Benfica SL intensiv an einer Verpflichtung des Mittelfeldspielers und soll den Münchnern sogar eine Frist bis zum Wochenende gesetzt haben. Knackpunkt bleibt allerdings die Ablöse. Während Bayern rund 25 Millionen Euro fordert, möchte Benfica offenbar nicht mehr als 20 Millionen Euro bezahlen. Hinzu kommt Palhinhas hohes Gehalt, das sich laut Bild auf rund 8,5 Millionen Euro pro Jahr belaufen soll.
Auch Aston Villa beschäftigt sich weiterhin mit dem 31-Jährigen. Der Kontakt zwischen beiden Klubs soll bestehen, konkrete Fortschritte gibt es bislang jedoch nicht.
Zaragoza drängt auf eine Lösung
Auch bei Bryan Zaragoza deutet weiterhin vieles auf einen Abschied hin. Der Spanier möchte seinen bis 2029 laufenden Vertrag in München laut Bild-Angaben nicht aussitzen und strebt nach mehreren Leihstationen in den vergangenen beiden Spielzeiten einen festen Tapetenwechsel an.

Sein klares Ziel ist es, endlich wieder regelmäßig Spielpraxis zu sammeln, denn: Seit seinem Wechsel zu den Bayern im Winter 2023/2024 absolvierte Zaragoza lediglich sieben Pflichtspiele für die Münchener.
Konkrete Angebote liegen nach Informationen der Bild derzeit allerdings noch nicht vor. Deshalb arbeiten Zaragozas Berater intensiv daran, in den verbleibenden Wochen des Transferfensters eine passende Lösung für den 24-Jährigen zu finden.
Boey-Gerüchte bestätigen sich nicht
Deutlich komplizierter gestaltet sich die Situation bei Sacha Boey. Zuletzt wurde der französische Rechtsverteidiger mit einem Wechsel zum FC Paris in Verbindung gebracht. Nach Informationen des Bild entsprechen diese Gerüchte jedoch nicht der Wahrheit.

Zwar würden die Münchner den 25-Jährigen ebenfalls gerne verkaufen, allerdings nicht um jeden Preis. Schließlich investierte der Rekordmeister vor rund zweieinhalb Jahren noch 30 Millionen Euro in den Franzosen. Sportlich konnte Boey diese Erwartungen bislang nicht erfüllen und kommt seit seiner Ankunft auf lediglich 24 Pflichtspiele im Bayern-Trikot.
Genau das erschwert die Verhandlungen: Potenzielle Interessenten wissen, dass die Münchner den Außenverteidiger von der Gehaltsliste bekommen möchten, und versuchen deshalb, die Ablöse zu drücken. Hinzu kommt Boeys vergleichsweise hohes Gehalt, das einen Wechsel zusätzlich kompliziert.
"Der Transfermarkt ist extrem unbeständig. Es finden große Transfers statt. Ich glaube, der August wird sehr intensiv werden. Wir sind davon abhängig, was passiert, welche Vereine Interesse zeigen, welche Vereine sich für die Champions League oder die Europa League qualifizieren und Spieler benötigen", sagte Sportvorstand Max Eberl während der aktuellen Asien-Reise. "Es gibt definitiv Bewegung, das kann ich sagen. Die Jungs [Palhinha, Boey, Zaragoza] sind auf dem Markt, aber wir können noch nicht sagen, ob in den nächsten Tagen etwas passieren wird."
