Die öffentlichen Aussagen von Uli Hoeneß über Max Eberl sorgen rund um den FC Bayern München weiter für Diskussionen.
Nachdem der Ehrenpräsident die Zukunft des Sportvorstands zuletzt überraschend offen infrage gestellt hatte (90min berichtete), meldete sich nun auch Hasan Salihamidzic zu Wort und zeigte dabei durchaus Verständnis für die aktuelle Situation Eberls.
Salihamidzic zieht Vergleich zu seiner Bayern-Zeit
Im SPORT1-Doppelpass erinnerte der ehemalige Bayern-Sportvorstand dabei auch an seine eigene Zeit beim Rekordmeister und zeigte durchaus Verständnis für Eberls aktuelle Situation. "Ich musste das auch durchmachen", erklärte Salihamidzic offen.
Der gebürtige Bosnier war zwischen 2017 und 2023 zunächst als Sportdirektor und später als Sportvorstand beim FC Bayern tätig. In dieser Zeit gewann er mit den Münchnern insgesamt zwölf Titel – allen voran das historische Triple im Jahr 2020.

Außerdem ergänzte "Brazzo", dass man beim FC Bayern müsse grundsätzlich "mit allem rechnen", besonders wenn Persönlichkeiten wie Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge oder Herbert Hainer involviert seien.
"Da kommt immer wieder ein Interview, das du nicht erwartest", sagte der 49-Jährige weiter. Genau diese öffentliche Dynamik und die permanente Aufmerksamkeit gehörten beim Rekordmeister allerdings einfach zum Alltag eines Sportvorstands dazu.
"Brazzo" erklärt Hoeneß-Interview
Besonders interessant: Salihamidzic verriet im Doppelpass sogar ein Detail rund um das viel diskutierte Hoeneß-Interview. Dieses sei bereits am Freitag aufgezeichnet worden. Laut dem ehemaligen Bayern-Boss habe Hoeneß vermutlich gar nicht gewusst, dass die Aussagen schon einen Tag später veröffentlicht werden würden.
"So wie ich ihn kenne, wusste er nicht, dass es am Samstag ausgestrahlt wird", erklärte Salihamidzic. Deshalb würde Hoeneß heute wahrscheinlich selbst sagen, "dass es vielleicht ein bisschen unglücklich war."
Zuvor hatte der Ehrenpräsident im Spiegel erklärt, die Chancen auf eine Vertragsverlängerung von Max Eberl, dessen Vertrag nach der kommenden Saison ausläuft, würden aktuell lediglich "60 zu 40" stehen.
Aussagen, die rund um den Rekordmeister intern wie extern für große Verwunderung sorgten. Auch Eberl selbst zeigte sich nach dem Pokalfinale überrascht von den öffentlichen Worten seines Vorgesetzten.
Salihamidzic stärkt Eberl den Rücken
Trotz der öffentlichen Diskussionen stärkte Salihamidzic seinem Nachfolger demonstrativ den Rücken. "Max ist damit sehr, sehr gut umgegangen", erklärte der frühere Bayern-Boss und lobte zugleich die Mannschaft, die sich trotz der Unruhe im Umfeld sportlich stark präsentiert habe. Deshalb dürfte laut Salihamidzic inzwischen auch Uli Hoeneß selbst froh darüber sein, "dass nichts passiert ist."
Insgesamt machte der ehemalige Sportvorstand deutlich, dass öffentliche Aussagen, mediale Diskussionen und interne Spannungen beim FC Bayern seit Jahren zum Alltag gehören und genau mit diesem enormen Druck müsse ein Verantwortlicher beim Rekordmeister umgehen können.
