Henning Matriciani muss sich in diesem Sommer einen neuen Verein suchen – was gar nicht so leicht wird, wenn man bedenkt, dass er derzeit noch an einem Kreuzbandriss laboriert. Doch die Entscheidung des FC Schalke, ihm keinen neuen Vertrag anzubieten, wurde schon vor Monaten gefällt und auch öffentlich so kommuniziert.
Wie es scheint, haben die Verantwortlichen um Frank Baumann dem langjährigen Schalker aber übel mitgespielt. Denn wie Matriciani im Sky-Podcast 'Schalker Markt' enthüllt, erfuhr er von seinem Aus bei Königsblau selbst nur über die Medien.
"Ich kann mich natürlich auch noch sehr gut daran erinnern. [...] Ich weiß noch, dass ich in Paderborn war, als das rauskam. Ich hatte es nur von anderen Leuten zugeschickt bekommen. Einer war Ron [Schallenberg], der mir einen Screenshot geschickt und gefragt hat, ob das stimmt", verriet Matriciani.
Zunächst dachte der Verteidiger, dass es sich mal wieder um bloße Gerüchte handele. Doch als er sah, dass es waschechte Zitate von Frank Baumann gab, wusste er, dass es keine bloßen Spekulationen sind: "Dann lese ich mir natürlich die Artikel durch und dachte mir 'Boah, da sind auch Zitate drin und dann heißt das schon, dass es auch gesagt wurde.' Natürlich war der Schock groß."
Baumann sagte sorry
Anschließend wandte Matriciani sich an seinen Berater, der wiederum bei Baumann vorfühlte. Dort wurde dann das Aus auch persönlich kommuniziert. Ein Vorgang, der den ehemaligen U21-Nationalspieler sauer zurückgelassen hat: "Es ist deren Recht, mir keinen Vertrag zu geben. Das habe ich auch verstanden. Es ging mir einfach eher um die Kommunikation, wie es abgelaufen ist."
"Es muss kein großes Gespräch sein, sondern ich hätte mich einfach gefreut, wenn man gesagt hätte: 'Komm mal kurz auf die Geschäftsstelle oder von mir aus auch in den Trainingstrakt, denn wir wollen etwas mitteilen.' So wie es abgelaufen ist und wie man dann auch dargestellt wurde, fand ich halt auch schon ein wenig blöd", klagte Matriciani, sicherlich nicht zu unrecht.
Immerhin sei Baumann im Nachgang noch auf Matriciani zugegangen und habe sich für den Ablauf entschuldigt. Nachtragend sei er nicht, versicherte der 26-Jährige, der auch nach seinem Vertragsende noch vom S04 bei der aktuellen Reha unterstützt wird.
"Ende September oder Anfang Oktober" möchte Matriciani nach seinem Kreuzbandriss wieder bei 100 Prozent sein. Bis dahin wird er weiter auf dem S04-Gelände trainieren.
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