Skip to main content

Falsches Spiel mit Mbappe - Deschamps wird deutlich

Kylian Mbappé führt die französische Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft mit herausragenden Leistungen an. Doch abseits des Platzes wird er immer wieder als herrischer "Diktator“ dargestellt.
Ein Herz und eine Seele Didier Deschamps verteidigt seinen Kapitän Kylian Mbappé vehement gegen falsche Darstellungen im Netz
Ein Herz und eine Seele Didier Deschamps verteidigt seinen Kapitän Kylian Mbappé vehement gegen falsche Darstellungen im Netz | Soccrates Images/GettyImages

Nach dem hart umkämpften 1:0-Achtelfinalsieg gegen Paraguay am Samstag, bei dem Kylian Mbappé den entscheidenden Treffer per Elfmeter markierte, steht Frankreich im Viertelfinale der WM 2026. Sportlich läuft für den Superstar von Real Madrid alles nach Plan: Mit bereits sieben Turniertoren ist er der unangefochtene Fixpunkt der Franzosen. In den sozialen Netzwerken sieht er sich jedoch seit Monaten mit einem hartnäckigen Meme konfrontiert, das ihn als Alleinherrscher darstellt.

Der Mythos rund um den "General Mbappé“

Auf Plattformen wie TikTok, X und Reddit kursieren unzählige Edits, die Mbappé als militärischen General, Präsidenten oder Diktator abbilden. Der Ursprung dieses kuriosen Internet-Phänomens liegt in seiner Zeit bei Paris Saint-Germain. Damals warfen Kritiker dem Klub vor, dem Stürmer zu viel Macht bei Transfers und Trainerentscheidungen eingeräumt zu haben.

Deschamps räumt mit den Gerüchten auf

Für Didier Deschamps, der die Nationalmannschaft nach diesem Turnier verlassen wird, geht dieser Internet-Scherz jedoch deutlich zu weit. Wie Transfer-Experte Fabrizio Romano berichtet, stellte sich der 57-jährige Erfolgscoach nun schützend vor seinen Kapitän und wies die Darstellung vehement zurück.

"Ihr lasst Kylian Mbappé wie einen Diktator aussehen."
Didier Deschamps

Die Realität sehe laut dem Nationaltrainer nämlich ganz anders aus: "Ihr lasst Kylian Mbappé wie einen Diktator aussehen... die Realität ist genau das Gegenteil“, stellte Deschamps klar. Mbappé werde in der Öffentlichkeit schlichtweg völlig falsch wahrgenommen. Sein öffentliches Image spiegele die Realität überhaupt nicht wider, da der Stürmer schon immer sehr reif gewesen sei und ihm die ganze Mannschaft folge. Vielmehr sei er ein echter Anführer für das Team. Deschamps betonte ausdrücklich, wie glücklich er sei, Kylian als Kapitän zu haben, denn wann immer dieser auf und neben dem Platz spreche, repräsentiere er die gesamte Gruppe.

Ein extrem enges Band zwischen Trainer und Kapitän

Dass Mbappé im Team alles andere als ein unnahbarer Herrscher ist, zeigt sich besonders bei dieser Weltmeisterschaft in Nordamerika. Das Verhältnis zwischen Deschamps und seinem Superstar ist emotional so eng wie nie zuvor. Nachdem der Trainer im Juni kurz vor dem Turnier den Verlust seiner Mutter verkraften musste, war es Mbappé, der ihm nach seinen Treffern emotional zur Seite stand, ihn umarmte und ihm öffentlich den WM-Titel zum Abschied versprach.

Deschamps wiederum geht für seinen Kapitän buchstäblich durchs Feuer. Nach dem extrem physischen und von Fouls geprägten Achtelfinale gegen Paraguay offenbarte der Trainer, dass er nach Abpfiff gezielt seine robustesten Auswechselspieler als eine Art Leibwächter zu Mbappé aufs Feld schickte, um ihn vor weiteren Tätlichkeiten und Provokationen der Südamerikaner zu schützen.

Von einer Diktatur fehlt im französischen Lager also jede Spur. Vielmehr präsentiert sich der Weltmeister von 2018 als verschworener Haufen, der bedingungslos hinter seinem Trainer und seinem Kapitän steht. Die nächste Bewährungsprobe für das Duo wartet bereits am kommenden Donnerstag: Im Viertelfinale in Foxborough trifft Frankreich auf Marokko.


Weitere News zur WM 2026 lesen:

Füg uns bei Google als bevorzugte Quelle hinzu